NEO 104: Habe ich gerne gelesen

Das Cover von NEO 104 / © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Das Cover von NEO 104 / © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Eigentlich ganz einfach, meine Einschätzung zu Perry Rhodan NEO1 #104 zusammenzufassen: »Im Reich des Wasserstoffs« von Rainer Schorm habe ich gerne gelesen. Es ist ein spannend geschriebenes SF-Abenteuer, das zum Teil aber auf der Stelle tritt.

Im vierten Band des Zyklus »Die Methans« steht der Versuch von Perry Rhodan und den Terranern, mit ihrem Schiff CREST durch einen Riesentransmitter, den Bündler, zu fliegen, im Mittelpunkt. Außerdem geht es mit dem Team um Eric Leiden und der geheimnisvollen Marspyramide weiter.

Wie ich in der Rezension von NEO 103 erwähnte, war mir Rainer Schorm als Autor bisher unbekannt. Ich hatte keinen seiner anderen fünf NEO-Romane gelesen. Da habe ich wohl etwas verpasst. »Im Reich des Wasserstoffs« ist spannend geschrieben und stilistisch ansprechend. Besonders gefallen hat mir, wie Schorm das PR-typische Technogebabbel der Raumschiffbesatzung in glaubwürdigen Dialogen wiedergibt. Andere Autoren sind nur in der Lage, solche Fakten in lexikonartigen Beschreibungen unterzubringen. Gut ist auch seine Schilderung der Ereignisse aus der Sicht eines Maakh (das sind wasserstoffatmende Aliens). Ein Lob auf den Verfasser!

»Im Reich des Wasserstoffs« krankt allerdings daran, dass die Handlung gestreckt wirkt (was man dem Autor nicht ankreiden kann, der schreibt nach Exposé). Rhodan will ja durch den Transmitter, was ihm zweimal nicht gelingt. Am Ende des Romans ist er diesbezüglich nicht weiter als am Anfang, er hat aber Zeit verloren, und einige Verluste an Menschenleben hat es auch gegeben. Ein gescheiterter Risikoeinsatz bringt die Terraner immerhin in den Besitz eines Kodegebers (vermutlich für den Transmitter), den der Aulore Tuire Sitareh auf einem Maahk-Raumschiff an sich gebracht hat.

Tuire Sitareh ist das Stichwort: Im Auftaktroman »Er kam aus dem Nichts« (NEO 101) wird der geheimnisvolle Außerirdische mit Pauken und Trompeten eingeführt. Aber jetzt führt er eher ein Schattendasein als Nebenfigur. Es wird langsam Zeit, dass er zum Aktivposten wird.

Eric Leiden und sein Team sind derweil in einer Pyramide im großen roten Fleck auf dem Jupiter angekommen. Diesen Handlungsstrang finde ich etwas reizlos, er hat mit seinen vielen Gängen und verschlossenen Türen ein bisschen was von einem Adventurespiel, in dem die Protagonisten nur weiterkommen, wenn sie den richtigen Schlüssel dabei haben oder das Losungswort kennen.


1 Wer es nicht weiß: Perry Rhodan NEO 🔗 ist eine neue Version der Science-Fiction-Heftromanserie Perry Rhodan 🔗, die seit 1961 wöchentlich im Pabel-Moewig-Verlag erscheint. Als Neoversum bezeichnen die Fans die Erzählwelt der NEO-Serie, im Unterschied zum Perryversum der Originalserie.

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