Neo 108: Anfangs war ich begeistert

Das Cover von NEO 108 / © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Das Cover von NEO 108 / © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Bei keinem Perry Rhodan Neo habe ich mich so schwer getan mit der Bewertung wie bei #108, »Die Freihandelswelt« von Michael H. Buchholz. Anfangs war ich begeistert. Aber irgendwann war der Schwung hin, und jetzt weiß ich nicht so richtig, was ich schreiben soll. War der Roman gut oder nicht? Keine Ahnung.

Was mir besonders gefallen hat:

  • Am Anfang geht der Roman richtig ab. Passend zum Start von »Spectre« macht Reginald Bull den Bond, springt im 50. Stock aus dem Fenster in einen fliegenden Quadcopter und zerlegt eine Luxuskarosse (Audi 10, es gibt den Volkswagen-Konzern also noch?) bei der Verfolgung eines Attentäters. Das ist zwar alles unlogisch, macht aber Spaß.
  • Thora kriegt an Bord der LEPARD die Krise, weil der Flug quer durch die Milchstraße eine halbe Ewigkeit dauert. Also fliegt sie verbotenerweise durch den Leerraum. Proben da etwa die Neu-Expokraten Michael Buchholz und Rüdiger Schäfer den Aufstand und versuchen, sich allmählich vom Joch der Einschränkungen beim Überlichtflug zu befreien, die Ex-Exposéchef Frank Borsch dem Neoversum auferlegt hat? Dazu würde auch das Bestien-Schiff passen, das die CREST Huckepack nimmt.

Was mich besonders gestört hat:

  • Auf der Freihandelswelt Geesen angekommen sieht es so aus, als könnte die Terraner Thoras entführten Sohn freibekommen. Aber bei der abenteuerlichen finanziellen Transaktion, die Homer Adams dafür in Gang setzt, ist jedem Leser sofort klar, dass das am Ende schiefgeht (wobei dieses Ende nicht einmal besonders originell ist). Denn sonst wäre dieser Handlungsstrang völlig unnötig gewesen. Ich habe mich gefragt, was das Ganze sollte.
  • Auf der Suche nach Crest, dem alten Freund und Mentor von Perry Rhodan, stochert die Besatzung der CREST,  die Elite der terranischen Raumfahrer, dilettantisch im Sternhaufen Hamtar Rhag Nar Rhug herum. Die Experten merken erst nicht, dass das Trapez-System künstlich angelegt ist, und kümmern sich nicht darum, dass offenbar ein Planet fehlt. Übrigens: Eric Leyden kann nur Kai Hirdt richtig!

Ich bin mal gespannt, wie viele von den offenen Fragen in den verbleibenden zwei Bänden bis zum Staffelende beantwortet und welche der zahlreichen angefangenen Subplots bis #110 zu Ende gebracht werden. Ich fürchte, nicht viele.


Wer es nicht weiß: Perry Rhodan NEO ist eine neue Version der Science-Fiction-Heftromanserie Perry Rhodan, die seit 1961 wöchentlich im Pabel-Moewig-Verlag erscheint.

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