Angeben mit 18 Ländern

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Wo ich schon alles wahr. Karte von www.amcharts.com

Das Internet bietet uns viele unnütze Dienste an. Zum Beispiel Tools, mit denen man feststellen kann, in welchem Zeitalter man am liebsten leben würde oder welcher Adelsnamen am besten zu einem passt. Ich lasse normalerweise die Finger davon. Aber in diesem Fall hat’s mir in denselben gejuckt: eine Landkarte, auf denen ich die Länder markieren kann, in denen ich schon mal war.

Das Ergebnis ist nicht wirklich beeindruckend. Es sind 18 Länder – 15 in Europa, zwei in Amerika und eines in Afrika. Länder, die ich nur überflogen habe (Irland, Grönland) zählen nicht, oder? Wer hat mehr zu bieten?

Das setzt Erinnerungen frei. Read More

Wolkenlücken über Grönland

grönland

Kurz reißen die Wolken unter mir auf, und mein Blick fällt für wenige Minuten auf Felsen, Wasser und Eis. Gletscher. Wir sind über Grönland. Wer hätte gedacht, dass ich mal einen, wenn auch nur kurzen Blick auf die größte Insel der Welt werfen würde. Irgendwo da unten sind vor mehr als 1000 Jahren die Wikinger mit ihren Drachenbooten unterwegs gewesen, und irgendwann sogar in Amerika angekommen.

Die Erinnerung kam hoch, als ich beim Stöbern in meiner üppigen Fotosammlung auf ein paar Schnappschüsse stieß, die ich im Oktober 2013 auf dem Weg zur Paleoamerican Odyssey Conference in Santa Fe eilig mit meinem Smartphone gemacht hatte. Ich hatte zwar einen Fensterplatz in der Boeing 777, aber wir flogen praktisch die ganze Zeit über einer geschlossenen Wolkendecke, und vom Atlantik habe ich, nachdem wir die Nordküste Irlands hinter uns gelassen hatten, überhaupt nichts gesehen. Da war es schon ein Glück, dass ausgerechnet über Grönland ein paar Löcher in den Wolken waren. Read More

Tiefer geht es (n)immer

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Damit fing alles an: die tiefste Stelle der BRD am Freepsumer Meer.

Wenn es so etwas wie den merkwürdigsten geografischen Wettstreit Deutschlands gibt, dann ist es der um die tiefste Stelle. Losgetreten haben ihn Ostfriesen: Auf Anregung des des damaligen Leiters des Katasteramts Aurich, Heinrich Schumacher (der auch in die Festlegung des Ostfriesland-Äquators 🔗 verwickelt war), wurde Anfang der 1980er Jahre eine Stelle am Freepsumer Meer in der Gemeinde Krummhörn (Lage 🔗) mit 2,3 Meter unter Normalnull zum tiefsten Punkt Deutschlands erklärt. Er erhielt sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

So steht es auch auf einem Hinweisschild in der Nähe der tiefsten Stelle, die selbst nicht zugänglich ist: »Tiefster Punkt der BRD/2,30 m unter NN«. Merkwürdigerweise heißt es auf einer Internetseite der Landesregierung 🔗: »Niedersachsens tiefster Punkt liegt nahe der Nordseeküste in der ostfriesischen Gemeinde Krummhörn 2,5 Meter unter dem Meeresspiegel.« Was denn nun? Read More

Empörung

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Das Denkmal für Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau in Fulda.

Ich muss mal meiner Empörung Luft machen. Als ich vor einiger Zeit in Fulda war, bin ich auf ein Denkmal für Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau (1772-1843), Fürst von Nassau-Oranien-Fulda und von 1815 bis zu seinem Tod erster König der Niederlande (Wikipedia-Eintrag 🔗), gestoßen. Dass in einer Stadt ein Denkmal für ihren ehemaligen Regenten steht, ist ja nichts Ungewöhnliches. Aber dieses Denkmal wurde 2014 neu errichtet, unter anderem unter Beteiligung der Stadt Fulda. Das kann doch nicht wahr sein: Eine demokratische Institution huldigt einem adligen Herrscher.

 

Das Denkmal steht auf einer Verkehrsinsel in der Nähe des Doms und des Schlosses, also an einer recht exponierten Stelle, an der viele Besucher der Stadt vorbeikommen. Es besteht aus einer schlichten eckigen Steinsäule mit einem Porträt des Geehrten in Seitenansicht als Relief. An drei Seiten gibt es Inschriften. Das weist schon rein äußerlich darauf hin, dass es sich wohl nicht um ein Monument aus dem Biedermeier handeln. Man muss dazu nicht die am Fuß des Denkmals in den Boden eingelassenen Inschriften auf Deutsch und Niederländisch gelesen haben, die auf das Jahr 2014, den Künstler und die Geldgeber hinweisen. Read More