Nichts los am Mittelpunkt

So sieht es am Mittelpunkt Ostfrieslands aus.

Seit einiger Zeit wirbt die Gemeinde Ihlow mit einem neuen Logo und dem Slogan »Mitttelpunkt Ostfrieslands« um Urlauber. Weil es ein Alleinstellungsmerkmal ist; so was braucht man heutzutage. Ich habe hier schon einmal darauf hingewiesen, dass im Ortsteil Westerende-Holzloog diese besondere Stelle durch einen Findling mit Bronzetafel markiert wurde.

ihlowWer sich einmal in der Mitte Ostfrieslands umgesehen hat weiß, dass es dort nicht viel wirklich Sehenswertes gibt. Es sieht aus wie an vielen anderen Stellen: Grünland und Felder soweit das Auge reicht, ein paar Bäume und Hecken, ab und zu ein Haus. Die typische mittelostfriesische Grünlandsteppe eben.

Wie so oft in Ostfriesland liegen die Besonderheiten im Verborgenen und vielfach in der Vergangenheit.

Bei Holzloog spricht der Name. Kundige erkennen am Bestandteil »Holz« die Verbindung zu einem Gehölz oder zu Wald. Von Wald ist nicht mehr viel zu sehen, aber das war früher anders. »Loog« ist das plattdeutsche Wort für Dorf. Zusammen mit dem Dorf Kirchloog und einigen anderen kleinen Siedlungen gehört(e) Holzloog zum Kirchspiel Westerende.

Vor dem Bau des Treckfahrtstiefs zwischen Aurich und Emden, dem Vorläufer des Ems-Jade-Kanals, Ende des 18. Jahrhunderts hatte Holzloog wohl einen kleinen Hafen. Denn von dort an war die Westerender Ehe, die früher in die Ems mündete, schiffbar und konnte als Transportweg diesen.

Der alte Slogan der Gemeinde stammte aus einer Zeit, als man Alliterationen für cool hielt und lautete »Wald, Wasser, Weite«. Das ist anschaulich und sagt mehr über Ihlow aus als »Mittelpunkt Ostfrieslands«.

Muss auch mal sein: Ein Dank an »die Bahn«

Ein Thalys auf der Hohenzollernbrücke in Köln. Foto: efes/Pixabay

Bahn-Bashing ist beliebt. Jeder, der schon mal zu spät angekommen oder einem unfreundlichen Schaffner begegnet ist, fühlt sich bemüßigt, seine Erfahrung in die Welt zu posaunen und über die Unfähigkeit »der Bahn« zu meckern. Als überzeugter Bahn-Fahrer könnte ich eine Menge solcher Beiträge liefern, aber ich will hier mal eine Lanze für »die Bahn« brechen (wobei es »die Bahn« gar nicht mehr gibt).

Wir waren an einem Dienstagmorgen von Leer in Ostfriesland aus auf dem Weg nach London. Unsere Fahrplan: mit dem Regionalexpress der Westfalenbahn bis Münster, von dort mit dem Intercity nach Köln, dann mit dem ICE nach Brüssel und von dort mit dem Eurostar nach London-St Pancras (Reisezeit: ca. zehn Stunden, mit zusammen rund drei Stunden Wartezeit in Köln und Brüssel).

Das Nadelöhr bei dieser Verbindung war Münster mit sieben Minuten Umsteigezeit. Normalerweise ist das zu schaffen. Aber schon auf halber Strecke, kurz nach Lingen, war klar: Das wird nix! Ich malte mir schon aus, dass wir den ganzen Trip knicken könnten und, statt abends in London im Pub zu sitzen, zu Hause vorm Fernseher Frust schieben würden.

»Flachstellen« an den Rädern

Ausgerechnet in dieser Woche kämpfte die Westfalenbahn, die den Regionalverkehr zwischen Emden und Münster betreibt, mit technischen Schwierigkeiten (rutschige Schienen; »Flachstellen« an den Rädern) sowie einer Baustelle zwischen Rheine und Münster. Unser Fehler: Wir hatten vorher nicht auf die Homepage der Westfalenbahn gesehen. Dann hätten wir einen Zug früher nehmen können (um 6 statt um 7 Uhr, toll).

In Münster war der Anschlusszug längst weg. Das kommt vor, ist aber meistens kein Beinbruch. Innerhalb von Deutschland hätten wir einfach eine andere Verbindung genutzt und wären später am Ziel gewesen. Es war ja noch früh am Tag. Aber wir hatten eine Strecke, die durch drei Länder führte, und dabei einen reservierungspflichtigen Zug, den Eurostar. Eine weitere Schwierigkeit, was uns aber nicht bewusst war, war, dass wir in Köln nicht einfach den nächsten Zug nach Brüssel nehmen konnten. Das wäre nämlich statt eines ICE der Deutschen Bahn (DB) der belgische Thalys gewesen, ebenfalls ein reservierungspflichtiger Zug.

Der Kollege an Schalter 4

Am Schalter in Münster trafen wir auf eine hilfsbereite Bahn-Mitarbeiterin. Sie beriet sich mit ihrem Chef, der wiederum einen Kollegen in Köln anrief. Wir müssten nach Köln fahren und dort den entsprechenden Kollegen an Schalter 4 aufsuchen, der auf uns warten und weiterhelfen würde. Na, hoffentlich. Nicht, dass wir in Köln stranden oder doch noch eine zusätzliche Thalys-Fahrkarte kaufen müssen (mindestens 65 Euro pro Person).

An Schalter 4 in Köln ging alles ruck, zuck. Innerhalb von zwei, drei Minuten hatten wir eine Platz im Thalys und eine neue Reservierung für einen anderen Eurostar, mit dem wir zwei Stunden später als geplant in London ankommen würden. Das war kein Beinbruch, verglichen mit der Möglichkeit, noch später oder gar nicht mehr nach England zu kommen.

Der Thalys kam halbwegs pünktlich in Brüssel an, und wir begaben uns gleich zum Eurostar-Schalter. Von früheren Fahrten mit dem Tunnelzug wussten wir, dass das Einchecken ähnlich wie am Flughafen immer lange dauert und umständlich ist. Außerdem hatten wir geplant, in der Eurostar-Lounge eine Kleinigkeit zu essen und im dortigen Pub das erste englische Bier zu trinken. In Brüssel hatten wir ein zweites Mal Glück: Der Zug, mit dem wir ursprünglich fahren sollten, war noch gar nicht weg (nicht etwa, weil er Verspätung hatte, sondern weil wir normalerweise mit dem ICE, der eine Stunde vor dem Thalys abfuhr, gekommen wären und anderthalb Stunden Wartezeit gehabt hätten). Auf den letzten Drücker enterten wir den Eurostar und kamen genau zu der Zeit in London an, wie es von Anfang an geplant war: dank der hilfsbereiten und kompetenten Mitarbeiter der Deutschen Bahn.

Mit dem Nachtzug nach Rom, Teil 2

Hier sind wir richtig für den Nachtzug nach Rom.

Dieser Post kommt mit mehr Verspätung, als die Bahn jemals haben wird. Im Juni sind wir mit dem Nachtzug der Österreichischen Bundesbahn von München nach Rom und zurück gefahren. Es war unsere vierte oder fünfte Nachtzug-Reise, wir haben also insgesamt schon acht bis zehn Nachtfahrten hinter uns.

Die ÖBB hatte die Nachtzugstrecken von der Deutschen Bahn übernommen und das Angebot umgebaut. Alte Verbindungen wurden gestrichen, neue kamen hinzu. Der Nachteil für uns Ostfriesen: Wir mussten erst nach München fahren, um dort in den Nachtzug zu steigen. Früher ging das – je nach Zielort – zum Beispiel auch in Hamm oder Frankfurt. Über die Vorbereitungen auf die Fahrt habe ich schon an anderer Stelle geschrieben. Beim Fahrkartenkauf etc. verlief alles reibungslos.

Der alte, abgenutzte DB-Charme

Beim Einstieg in München (Abfahrt kurz nach 19 Uhr) gab’s erst einmal ein Déjà-vu. Denn die ÖBB hatte natürlich nicht nur den Nachtzug-Verkehr von der Bahn übernommen, sondern auch dessen Wagenpark. Von außen sieht man es den Wagen mit der Aufschrift »Nightjet« nicht gleich an, aber im Inneren wurden Erinnerung an unsere erste gemeinsame Nachtzugfahrt nach Prag wach. Es hatte sich kaum etwas geändert, bis auf ein paar Beschriftungen. Es umwehte uns der alte, abgenutzte DB-Charme.

Vom freundlichen Schaffner wurden wir eingewiesen und mit einer »Welcome Bag« versorgt. Dazu gehörte unter anderem ein Fläschchen Sekt (den man bald trinken musste, damit er nicht warm wurde), etwas zum Knabbern, etwas Fruchtsaftähnliches, eine Flasche Wasser und als Höhepunkt ein paar weiße Schlappen für den nächtlichen Gang zur Toilette am Ende des Ganges. Der Nachteil: Für meine Füße waren sie viel zu klein.

Die »Welcome Bag«, ausgepackt.
Es ist eng im Abteil

Zu klein war auch das Abteil, konstruktionsbedingt. Zwei große Koffer für den fast zweiwöchigen Aufenthalt in Italien unterzubringen und sich dabei noch einigermaßen bewegen zu können, erwies sich als unmöglich, zumal auch noch die Leiter zum Bett oben im Weg war. Die Betten selber waren in Ordnung, jedoch nicht die Kissen, die dem Kopf überhaupt keinen Halt gaben. Im Bezug muss sich eine seltsame Masse luftigen Kunststoffs befunden haben.

Die Reise sollte fahrplanmäßig etwa 14 Stunden dauern. Auch wenn ein großer Teil der Fahrt in Dunkelheit vonstatten ging (und man deshalb leider überhaupt nichts von den Alpen mitbekam), hätten wir am Abend und am Vormittag doch gerne aus dem Fenster gesehen. Leider war die Scheibe im Abteil auf der Hinfahrt so sehr verschmutz und zerkratzt, dass die Aussicht stark eingeschränkt war. Auf der Rückfahrt war’s besser, und uns wurde auch noch unverhofft ein schöner Blick auf den Lago Trasimeno gewährt, weil der Zug über eine andere Strecke geführt wurde als auf der Hinfahrt.

Schlafen ist in einem Schlafwagen gar nicht so einfach. Der Zug macht Geräusche, und bei jeder Weichenfahrt wird man durchgerüttelt. Er bremst und fährt wieder an, manchmal auch abrupt.

Die Fahrt selbst war problemlos. Auf der Hinfahrt hatte der Zug eine Stunde Verspätung, was uns relativ egal war, denn wir hatten uns für den Tag nichts fest vorgenommen. Zurück kam der Zug pünktlich in München an und wir konnten uns, wie geplant, ein wenig in der Stadt umsehen. Das hatte auf der Hinfahrt nicht geklappt, weil der Zug nach München sehr verspätet ankam, so dass es nur noch für eine Mahlzeit und eine Maß im nahe gelegenen Biergarten des Augustiner-Kellers reichte. Was auch nicht schlecht war. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mehr Komfort erwünscht

Unser Resümee: Der Komfort im Nachtzug lässt zu wünschen übrig; geräumige Abteile, wie man sie etwas aus Filmen wie »Mord im Orient-Express« kennt, darf man nicht erwarten. Auch das Frühstück ist unter normalem Hotelstandard. Hier gibt es Verbesserungspotenzial, was sich sicher im Preis niederschlagen würde.

Für einen überzeugten Bahnfahrer sind andere Dinge erst einmal entscheidend. Man überwindet eine lange Strecke (1700 Kilometer) entspannt und kommt halbwegs ausgeschlafen ans Ziel. Der Preis war auch in Ordnung. Natürlich hat unsere Fahrt von Ostfriesland nach Rom einen ganzen Tag gedauert, aber das hätte sie auch, wenn wir mit dem Auto gefahren wären und unterwegs übernachtet hätten. Mit dem Flugzeug wär’s schneller gegangen, das ist keine Frage.

Römische Impressionen

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Die Buchhandlung Fahrenheit 451 am Campo de‘ Fiori in Rom.
Statue für Giordano Bruno

Am Campo dei Fiori in Rom, auf dem im Februar 1600 Giordano Bruno verbrannt wurde, gibt es einen kleinen Buchladen. Er nennt sich »Fahrenheit 451«. Das ist der Titel eines Romans von Ray Bradbury über eine Gesellschaft, in der Bücher verboten sind und verbrannt werden. Der Schriftsteller wählte den Titel in der Annahme, 451° Fahrenheit sei die Selbstentzündungstemperatur von Papier.

Giordano Bruno, ein ehemaliger Mönch, wurde im Alter von 52 Jahren wegen Ketzerei verbrannt. Seine Bücher auch. Er hatte geschrieben, dass das Universum unendlich und voller belebter Welten wie die Erde sei. Die Sterne hielt er für Sonnen wie die unsere. Er hatte also für seine Zeit ein sehr modernes Weltbild, das spätere Naturphilosophen beeinflusste. In dieses Weltbild passte kein Jenseits, und im Grunde war darin auch kein Platz für Gott.

Auf dem Campo de’ Fiori, dem Blumenfeld, wurde Bruno 1889 gegen den Willen der Kirche ein Denkmal gesetzt, das von Ettore Ferrari geschaffen wurde. In dessen Sockel zeigen drei Bronzereliefs Szenen seines Verfahrens vor der Inquisition und von der Verbrennung (mehr Infos, auf Italienisch).

Wie’s der Zufall will, ist in der gerade erschienen Anthologie »Meuterei auf Titan«, die meine Kurzgeschichte »Das letzte Mammut« enthält (hier), ein Zitat von Giordano Bruno vorangestellt. Denn ohne ihn gäbe es Science Fiction vielleicht gar nicht. Das Zitat lautet:

Nur ein ganz Törichter kann die Ansicht haben, im unendlichen Raum, auf den zahllosen Riesenwelten, gebe es nichts anderes als das Licht, das wir auf ihnen wahrnehmen. Es ist geradezu albern, anzunehmen, es gebe keine anderen Lebewesen, keine anderen Denkvermögen und keine anderen Sinne als die uns bekannten.

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Die Hinrichtung von Giordano Bruno (Relief vom Sockel des Denkmals auf dem Campo de‘ Fiori).

Busfahren in Rom

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Der Bus kommt – tatsächlich.

Während meines Urlaubs habe ich ein einige Tage in Rom verbracht. Wie immer, habe ich öffentliche Verkehrsmittel benutzt, um irgendwohin zu kommen. Meine Erfahrung: Wer mit dem ÖPNV in Rom fahren will, braucht vor allem Geduld. Die U-Bahn ist dort zwar einigermaßen zuverlässig, die roten Busse dagegen nicht. An der Haltestelle kann man viel Zeit verlieren.

Als ökologisch bewusster, wenn auch nicht immer so handelnder Mensch und Sohn einer Bahntjers nutze ich im Urlaub fast ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel. Anreise mit der Bahn, am Urlaubsort mit Bus und Bahn. Ich bin zwar in den letzten Jahren auch in den Urlaub geflogen, aber nach Kanada fährt kein Zug, da musste es der Flieger sein. Von Toronto aus lassen sich aber zum Beispiel die Niagarafälle problemlos auch ohne Auto erreichen. Man sucht sich eben von vornherein andere Ausflugsziele aus, wenn man mit Bus oder Bahn dorthin kommen muss.

Also Rom. Eine wirklich sehenswerte Stadt, voller Trümmer und Architektur. Zur Not kann man, eine Unterkunft im Zentrum vorausgesetzt, die meisten Attraktionen sogar zu Fuß erreichen. Aber es gibt ja U-Bahn und Busse.

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Heruntergekommen, zerschlissen, marode, muffig – U-Bahnstationen in Rom.

Die U-Bahn – ein Loch

Rom hat zwei U-Bahnstrecken, A und B; eine dritte ist in Bau. Meinen ersten Eindruck von der römischen U-Bahn bekam ich in der Station Barberini. Das war wirklich die heruntergekommenste, muffigste, dreckigste und dunkelste U-Bahnstation, die ich jemals betreten habe. Ein Loch. Die vier oder fünf anderen Stationen, die ich in den folgenden Tagen zu Gesicht bekam, waren zum Teil nur unwesentlich besser. Aber immerhin, die Züge sind modern, hell und klimatisiert und pünktlich, so weit ich das erlebt habe. Zu Stoßzeiten sind sie allerdings brechend voll. Das ist in London aber nicht anders.

Apropos Stoßzeiten, man hat als Kurzzeiteinwohner der Stadt nicht den Eindruck, als ob die städtischen Verkehrsbetriebe (ATAC) in irgendeiner Form auf das sehr hohe Fahrgastaufkommen während der Stoßzeiten reagieren und etwa die Takte kürzer werden. Vor allem in den Bussen im Zentrum ist es enger als in jeder Sardinenbüchse. Man wird regelrecht reingestopft, kann sich nicht mehr bewegen und Probleme bekommen, an der richtigen Haltestelle auszusteigen.

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Leere Versprechungen auf der Anzeigetafel: Der Bus kommt gleich oder auch nicht.

Manchmal ist man aber froh, wenn überhaupt ein Bus kommt, egal wie voll er ist. Denn Unzuverlässigkeit scheint eine Maxime der ATAC zu sein. Ich habe es mehrmals erlebt, dass ein auf einer der seltenen elektronischen Anzeigetafeln mit »in arrivo« angekündigter Bus nicht kam bzw. zur richtigen Zeit ein vollkommen leerer Bus einfach vorbeifuhr oder Busse, die gerade noch auf der Anzeigetafel auftauchten, bei der nächsten Aktualisierung verschwunden waren. Häufig überschritten die Wartezeiten auch deutlich die Intervalle, die zwischen zwei Bussen liegen sollten.

Wann kommt der Bus?

Das ist auch so ein Problem: Man weiß meist gar nicht, wie oft die Busse fahren und wann. Elektronische Anzeigen sind rar. Normalerweise steht an der Haltestelle ein Schild, auf dem die dort bedienenden Buslinie mit deren Streckenführung (immerhin eine wichtige Information) angegeben sind. Hinweise auf Abfahrtzeiten sucht man vergebens.

Wer mit einem Bus fährt, sollte genau darauf achten, wann er aussteigen muss. Die Haltestellen werden nicht angesagt. Es gibt zwar Anzeigetafeln, aber in den älteren Bussen zeigen sie entweder nur die Endhaltestelle oder auch gar nichts an.

In Rom funktioniert auch die Verbindung ÖPNV mit der digitalen Welt nicht richtig. Die ATAC-Homepage kennt zwar einen Routenplaner, aber der ist umständlich zu bedienen und funktioniert nur auf dem PC. Eine mobile Version oder gar eine App fürs Smartphone gibt es nicht; dabei laufen gerade die Italiener gefühlt alle mit einem »telefonino« in der Hand rum. Man kann zwar den Routenplaner von Google Maps oder anderen Diensten benutzen, wegen der Unzuverlässigkeit der Busse nützt der aber auch nicht wirklich.

Lieber umsteigen…

Um in Rom mit Bussen einigermaßen schnell von A nach B zu kommen, hilft nach meiner Erfahrung nur eine Strategie: Man wartet nicht auf die richtige Linie, sondern steigt in den erstbesten Bus ein, der ungefähr in die richtige Richtung fährt – ganz nach der Devise »Lieber ein paar Mal umsteigen als gar nicht fahren«. Denn schon an der nächsten Haltestelle gibt es eventuell einen anderen Linienmix, und der Bus, mit dem man eigentlichen fahren wollte, ist ja auf jeden Fall hinter einem.

Und wenn gar nichts mehr geht, kann man noch zu Fuß gehen – oder ein Taxi nehmen.