SF-Filme in Berliner Museum

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Science-Fictions-Fans, die in nächster Zeit in Berlin sind, kann ich den Besuch der Ausstellung »Things To Come« in der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen – empfehlen. Auf drei Etagen gibt es dort, thematisch sortiert, zahlreiche Ausschnitte, Requisiten, Storyboard-Auszüge, Modelle und mehr aus SF-Filmen und -Fernsehserien zu sehen.

Themen sind zum Beispiel der Aufbruch in den Weltraum, die Begegnung mit Aliens oder Leben in der Zukunft. Es wird gezeigt, wie diese Aspekte filmisch umgesetzt wurden und wie sich dabei die Bildsprache entwickelt hat. So gibt es beispielsweise Szenen aus zwei »Alien«-Filmen über das Erwachen der Besatzung aus dem Tiefschlaf: Während das im ersten Film noch in einer klinisch-weißen, ästhetisch ansprechenden Umgebung geschieht, sehen wir im anderen Fall eine kalte, technische Umgebung, die nichts Heimliges mehr an sich hat.

Besonderen Spaß macht es zu raten, aus welchem Film die gezeigten kurzen Ausschnitte stammen. Man muss schon ein Experte auf dem Gebiet sein, um alles herauszufinden. Weniger Kundigen helfen kleine Texttafeln neben den Monitoren.

Schade ist, dass eine Einordnung fehlt. Man erfährt nichts über die Entwicklung des SF-Films (Wer weiß schon, dass Georges Méliès Film »Le Voyage dans la Lune« – Die Reise zum Mond – von 1902 der erste international erfolgreiche Spielfilm überhaupt war?), nichts über seine gesellschaftliche Relevanz (Man denke an den ersten Fernseh-Kuss eines weißen Mannes und einer schwarzen Frau in »Star Trek«) oder seine politischen Instrumenarisierung (als Propaganda im Kalten Krieg in Ost und West). Die Ausstellung ist auf das Cineastische fokussiert und vernachlässigt diese Meta-Ebene.

Man könnte natürlich auch die Auswahl der Filme bemängeln, da wichtige Streifen wie »Metropolis« oder »Matrix« gar nicht oder nur am Rande vorkommen. Aber das kann viele Gründe haben und stört den positiven Gesamteindruck nicht.

Zur Ausstellung (bis 23. April 2017) gibt es einen Katalog. Er kostet im Museum 30 Euro, im Buchhandel 40 Euro. Das Museum im Sony-Center am Potsdamer Platz ist täglich außer montags geöffnet. »Things To Come« ist übrigens der Titel eines britischen Films von 1936.


Links

Deutsche Kinemathek – Things to come

Meine erste Lesung – in Second Life

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Hoffentlich sehe ich bei meiner ersten Lesung nicht alt aus. Foto: Unsplash

Meine allererste Lesung aus dem Buch »Zeit für die Schicht« werde ich an einem ganz besonderen Ort haben. Er heißt SL-Planetarium und ist nicht von dieser (analogen) Welt. Wer mir zuhören möchte, muss sich dafür am 8. Oktober ins Internet begeben, genauer gesagt in die virtuelle Welt von Second Life. Continue reading „Meine erste Lesung – in Second Life“