Einmal für kleine Roboter…

Seit Philip K. Dick gefragt hat, ob Roboter bzw. Androiden von elektrischen Schafen träumen, trauen wir Maschinen zu, menschliche Bedürfnisse zu entwickeln. Die Verwaltung des Grand Palais in Paris, wo bis zum 9. Juli die Ausstellung »Artistes & Robots« läuft hat dem Rechnung getragen und Toiletten für Roboter ausgewiesen. Ob allerdings unter den Besuchern überhaupt Roboter sind, lässt sich natürlich nur schwer sagen. Vielleicht interessieren sie sich überhaupt nicht für moderne Kunst. Die Toiletten können aber auch von Menschen benutzt werden.

Unter den Exponaten sind die Roboter allerdings in der Minderheit, und es sind auch nur einfache Vertreter, die harmlos ihre Kreise ziehen und Papier bemalen. Tatsächlich hätte der Ausstellungstitel eher »Artists & Software« lauten sollen, aber das hört sich nicht so spannend an. Sehenswert und zum Staunen ist sie allemal. Faszinierend sind zum Beispiel der Spiegelsaal mit den Astana-Säulen von Michael Hansmeyer oder »Extra-Natural“, der virtuelle, interaktive Garten von Miguel Chevalier. Wer in den nächsten Tagen in Paris ist, sollte sich die Schau nicht entgehen lassen. Der Ausstellungstrailer gibt einen Einblick in das, was den Besucher erwartet.

Im Museumsshop gibt es übrigens Repliken legendärer Spielzeugroboter aus Blech und jede Menge Roboter-Literatur, zum Glück für meinen Geldbeutel und mein Reisegepäck nur auf Französisch. Aber ganz zurückhalten konnte ich mich doch nicht.

Einmal durch den Museumsshop

Der Ausdruck »Roboter« stammt bekanntlich von dem Tschechen Karel Čapek. Darüber habe ich hier schon einmal etwas geschrieben.

Garching-ConFact 1

Dies ist das Garching-ConFact, das schnelle Online-Fanzine zum GarchingCon 2018 in München-Trudering vom 1. bis 3. Juni.

3.6. Noch am Vormittag

Der letzte Akt für mich auf dem Con: Roman Schleifer bittet mich um ein Autogramm fürs Con-Buch.

3.6. Am Vormittag

In Fuchshausen lebten nur Raubtiere: Hartmut Kasper alias Wim Vandemann erzählt über Fix & Foxi, Mickey Maus, sein Faible für Comics. Unterhaltsam, tiefschürfend, lehrreich. Man könnte stundenlang zuhören.

3.6. Vorm Frühstück

Der letzte Tag beim GarchingCon ist angebrochen. Leider kann ich nur kurz bleiben, weil mein Flieger back home schon mittags abhebt.

2.6. Abends

Der Con-Tag endet im Biergarten. Wir sind schließlich in München. Prosit!

2.6. Noch immer am Nachmittag

Es geht Schlag auf Schlag. Die geballte PR-Prominenz sitzt auf dem Podium und plaudert aus dem Nähkästchen. Jeder im Publikum ist darauf gespannt, ob jemand was über Band 3000 verrät.

2.6. Am Nachmittag

Jetzt wird zum ersten Mal der Ernst-Ellert-Preis „Ein Hauch Ewigkeit“ verliehen. Die Romanfigur Ellert war Münchner. Den Preis bekommt Wolfgang Kehl alias Arndt Ellmer.

2.6. Nachmittags

Jetzt erfahren wir von Uwe Anton und Hans Frey etwas über Vielschreiber Robert Silverberg, J. G. Ballard und die Anfänge der SF in Deutschland (und dass der erste richtige SF-Roman überhaupt 1810 in Deutschland erschien, und es nicht Frankenstein von Mary Shelley war). Im Publikum sitzen auch einige neugierige PERRY-RHODAN-Autoren.

2.6. Fast Nachmittag

Beim Kaffeeklatsch mit Michelle Stern gibt’s gar keinen Kaffee. Da muss ich gleich noch in die Bar.

2.6. Immer noch Mittag

Jetzt folgen wir Ulf Fildebrandt zu den Planeten des Perryversum.

2.6. Am Miitag

Gerade habe ich Ben Calvin Hary im Gepräch mit Perry Rhodan erwischt und zuvor dem spannenden Panel zu STELLARIS gelauscht.

2.6. Am Vormittag

Gleich ist es soweit, der GarchingCon wird eröffnet. Wir sehen einen Trailer zur Miniserie Olymp. Ein beeindruckendes Werk von Raimund Peter, muss ich sagen, auch wenn mir die Ästhetik der Computersnimstion fremd ist.

1.6. In der Nacht

Noch ein Blick zurück auf das Kulturzentrum Trudering, bevor es ins Hotel geht.

Irgendwann muss mal Schluss sein und das Bett aufgesucht werden. Das war der erste Tag beim GarchingCon: Weißbier, Hähnchencurry, interessante Gespräche mit Autoren und Fans über Engagement in der SPD, über den Schreiballtag, über besonders herausfordende PERRY-RHODAN-Exposes, über Vertriebslücken in der Schweiz, warum einer nicht mehr schreibt und Roboter, die auf Kanonkugeln fliegen. Morgen geht’s um 9 Uhr weiter.

1.6. Am Abend

Ja, ich bin angekommenen. Die Con-Tasche ist inspiziert, und, ja, der Beitrag zur SF in Afrika in im Con-Buch. Vom Programm habe ich kaum etwas mitbekommen, aber schon jede Menge Gespräche geführt, Bekannte getroffen und ein paar Kontakte geknüpft. Gutes Con-Feeling ist garantiert.

1.6. Am Nachmittag

Jetzt geht’s gleich in die Luft.
1.6. gegen Mittag

Das ist natürlich genau die richtige Reiselektüre, Kai Hirdts neuestes Werk, frisch auf den Kindle geladen.
1.6. (kurz nach Mitternacht)

Die Tradition des ConFacts hat Altfan Eckhard D. Marwitz Mitte der 90er Jahre aufleben lassen. Er schreibt dazu in seinem Blog edm-confact.blogspot.com: Dieses Fanzine »hat eine tradition wieder aufgenommen, die in den anfangszeiten des fandoms ganz selbstberständlich war. Auf einer schreibmaschine, die irgendwo in der ecke stand und in die eine matrize eingespannt war, konnte jedeR besucherIn des cons unzensiert einen kommentar eintippen. Noch wähernd des cons wurde daraus eine zeitung gemacht…«
31.5.

So, Online-Checkin gemacht. Es kann losgehen. Abflug morgen um 16.40 Uhr in Bremen, Flugzeit 1:10 h. Da muss ich erst morgen Vormittag packen. Ich bin ja auch nur 48 Stunden weg.

Inzwischen lese ich, dass Volker Hauff auf seinem Blog eine GarchingCon-Seite eingerichtet hat.
30.5.

Das Erste, was ich machen werde, wenn ich beim GarchingCon in Trudering angekommen bin und an der Kasse die Con-Tasche in Empfang genommen habe: Ich werde das Con-Buch von der Folie befreien und mir ansehen, was Ekkehardt Brux aus meinem Artikel über die Science-Fiction in Afrika gemacht hat. Leider wurde auf der Con-Homepage kein Inhaltsverzeichnis veröffentlicht, so dass ich nicht einmal mit Sicherheit weiß, ob der Beitrag drinsteht.

Unterwegs im Hammrich

Im Holter Hammrich

Heute haben wir eine Fahrrad- und Birdspotting-Tour durch das Overledinger Land und den Holter Hammrich gemacht. Das Overledinger Land ist die Gegend im Süden Ostfrieslands, und als Hammrich werden die Niederungsgebiete an den Flüssen bezeichnet, meistens eine weite, mit wenigen Bäumen bestandene Landschaft, die nur am Rande bewohnt ist.

Unsere Birdspotting-Quote (mit bloßem Auge): ein Paar Schwäne, ein Falke, ein, zwei Feldlerchen, eine Rohrammer, Bachstelzen (hierzulande als Ackermanntje bekannt), zwei Kiebitze, eine Uferschnepfe, ein Graureiher, Austernfischer, Schwalben, jede Menge Möwen und Krähen.

Gefahren sind wir bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen 28 Grad gut 30 Kilometer, mit einer Pause in Holte (Erfrischung im Holter Wienkeller).

Der Blumenladen ist weg

Der Blumenladen am Leeraner Bahnhof stand jahrelang leer. Jetzt ist er nur noch Erinnerung.

Nur noch Erinnerung: So lange ich in Leer wohne, kam ich auf dem Weg zum Bahnhof an dem kleinen Blumenladen mit der charakteristischen, um die Ecke gehenden Leuchtschrift »Meukow-Blumen« vorbei.  Vor einiger Zeit wurde er abgerissen.

Der Blumenladen ist schon vor dreieinhalb Jahren ein paar Dutzend Meter weiter an einen neuen Standort am Bahnübergang Bremer Straße umgezogen. Seitdem stand das kleine Gebäude leer. Der Blumenladen wurde in den 1950 Jahren gebaut und blieb bis zuletzt äußerlich im Originalzustand mit den großen, leicht abgeschrägten Schaufenstern. Er war in gewisser Weise ein architektonisches Kleinod, aber kein Baudenkmal.

Das Gebäude gehörte der Deutschen Bahn. Jetzt will die Stadt Leer dort eine Fahrradstation bauen, die den bestehenden „historischen“ Fahrradständer – eine Zumutung für alle Radfahrer – ersetzen soll. Das Ganze geschieht im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofs und seines Umfelds.