Ein Tool für SF-Autoren

Mit dem Kepler-Simulator kann man die Umlaufzeit von Exoplaneten berechnen

Wer als Science-Fiction-Autor/Autorin über Exoplaneten in fernen Sternensystemen schreibt, braucht manchmal astronomische Angaben. Man kann sich leicht die physikalischen Merkmale eines Planeten ausdenken, wie groß oder schwer er ist, die Tageslänge, wie weit er vom Zentralgestirn entfernt im All kreist. Aber da wird es eventuell schwierig, denn zumindest in unserem Universum ist die Umlaufzeit (Jahreslänge) eines Planeten abhängig von seiner Entfernung vom Zentralgestirn und nicht beliebig wählbar. Die Umlaufzeit zu berechnen, hilft dieses Tool:

Universaler Kepler-Simulator

Umlaufzeit 365.25 Tage (= 1.00 Erdjahr)
Bahngeschwindigkeit 29.78 km/s

System Vergleich

System Masse (M☉) Abstand (AE) Umlaufzeit v (km/s)

* Berechnung basiert auf T = √(a³ / M) und v = √(G · M / r).

Es sind zwei Angaben erforderlich: die Masse des Sterns in Sonnenmassen (1 M = ~2 × 10²⁷ Tonnen) sowie der Abstand zum Zentralgestirn in Astronomischen Einheiten (1 AE = ~150 Millionen Kilometer). Bei der Sternenmasse gibt es einige Beispiele zur Vorauswahl, sie lässt sich selbstverständlich auch »benutzerdefiniert« eingeben. Den Abstand kann man mit dem Schieberegler bis zehn AE einstellen; für höhere Werte muss das Eingabefeld darüber benutzt werden.

Den Kepler-Simulator habe ich mit KI-Hilfe erzeugt. Grundlage ist das Dritte Keplersche Gesetz in seiner allgemeinen Form (sagt Gemini).

Ob das der richtige Ansatz ist, kann ich nicht sagen. Aber die Ergebnisse sind für die Planeten des Sonnensystems korrekt; also werden sie wohl auch für andere Systeme richtig sein. Es geht hier ohnehin nicht um exakte Ergebnisse, sondern um Plausibilität.

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Die Ideen gehen ihm nicht aus

Uwe Hermann hat einen neuen Sammelband mit seinen Kurzgeschichten veröffentlicht


Uwe Hermann
Mein Mensch und ich
Wagenfeld 2026

gibt’s bei Amazon: Taschenbuch 12,99 €, E-Book 4,99 €


Wieder eine Sammlung mit 16 frischen und gut abgehangenen Kurzgeschichten von Uwe Hermann. Super! »Mein Mensch und ich« ist bereits seine siebte selbst verlegte Storysammlung, und die Ideen gehen ihm nicht aus. Auch wenn ich mich wiederhole (siehe meine Kurzrezi zu »Die Tage nach dem Lärm« auf Amazon): »Die Kurzgeschichten von Uwe Hermann sind das humorvollste, was die deutsche Science-Fiction zu bieten hat.« Fakt! Kein Wunder, dass er zu den beliebtesten SF-Autoren gehört und schon mehrere Preise eingeheimst hat.

Humorvoll heißt aber nicht Klamauk. Fast alle Storys, sechs davon Erstveröffentlichungen, drehen sich um ein ernstes Thema, in diesem Band viele um Roboter und KI, und der Autor stellt die berechtigte Frage: Wer ist hier eigentlich die Krone der Schöpfung? Ein paar Beispiele:

»Die Rückkehr der Dinge« ist die Fortsetzung der mehrfach preisgekrönten Story »Das Internet der Dinge«: ALMA, die adaptive Lebensmittelassistentin, übernimmt die Herrschaft in der vernetzten Küche von Robert Schroeder, dem die Küchengeräte einst das Leben gerettet hatten. Als erstes muss die Mikrowelle dran glauben. Die Angst geht um. Das ruft den Kühlschrank auf den Plan.

In »Doro« trauert ein alter Mann um seine Frau. Er will ihr in den Tod folgen und Selbstmord begehen. Zur Unterstützung schafft er sich einen weiblichen Roboter an, der sich aber weigert, ihm beim Selbstmord zu helfen. Im Gegenteil.

»Der beste Roman aller Zeiten«: Ein Autor verzweifelt, denn nur noch KI-generierte Romane werden verlegt und gelesen. Da greift er zu einem Trick, um den titelgebenden Roman zu veröffentlichen, hat dabei aber die Rechnung ohne seinen Haushaltsroboter gemacht.

In »Der Löwenkönig« wird das Thema der nervenden Werbeanrufe auf die Spitze getrieben. Wenn einem Albert Einstein oder Elvis Presley am Telefon etwas andrehen wollen, ist es hilfreich, auf seine Mutter zu hören. Oder?

Die Titelstory, mit mehr als 50 Seiten die längste im Buch, ist ein origineller, amüsant geschrieben SF-Krimi. Ein selbstgefälliger Ex-Polizist und sein Partner, ein ausrangierter, aber äußerst kompetenter Robocop (der Ich-Erzähler), sollen zehn Leichen finden, die aus der Gerichtsmedizin verschwunden sind – ein insgesamt skurriles Setting, dessen Auflösung mich erzählerisch allerdings nicht überzeugt.

Inhaltlich zum Roboter-Schwerpunkt und technisch zum Thema KI passt das Titelbild. Es ist selbst KI-generiert und zeigt einen verzweifelt dreinsehenden Roboter, der zusammen mit anderem Elektroschrott in einem Mülleimer steckt.

Transparenzhinweis: Ich bin mit Uwe Hermann befreundet und habe das Buch von ihm geschenkt bekommen. Das heißt aber nicht, dass es sich hier um eine Gefälligkeitsbesprechung handelt. Ich meine es ernst.

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Das war »Hinterm Mond 2025«

Pressespiegel

Ein abwechslungsreicher und inspirierender Nachmittag liegt hinter uns. Der 5. Tag der Science-Fiction-Literatur in Ostfriesland lockte wieder zahlreiche Gäste aus der ganzen Republik in den Kulturspeicher nach Leer. | Foto von Klaus Ortgies

🚀 In der Ostfriesen-Zeitung ist ein Bericht über »Hinterm Mond 2025« erschienen.

🛸 Einen ausführlichen, bebilderten Rückblick auf den 5. Tag der Science-Fiction-Literatur in Ostfriesland gibt’s hier: Das war »Hinterm Mond 2025«.

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