Wieder mehr Zeit zum Lesen

Karl Heinz Steinmüller und Erik Simon beim Griechen in Leipzig.

Meine fannische Reisetätigkeit habe ich für dieses Jahr eingestellt: keine Conventions mehr, keine Lesungen mehr, nichts dergleichen. Die wenigen noch verbleibenden Wochenenden bleibe ich zu Hause, wenn ich nicht gerade arbeiten muss, oder kümmere mich um andere Dinge, die nichts mit Science-Fiction und dem Fandom zu tun haben (da ist noch diese Pink-Floyd-Ausstellung in Dortmund).

Das geplante Jahresprogramm habe ich komplett abgewickelt; dass die Phantastika zunächst abgesagt wurde und dann auf einen anderen Termin und von Oberhausen nach Berlin verlegt wurde, ließ sich aber nicht auffangen.


Leipzig, München, Köln…

Wo bin ich gewesen? Zweimal in Leipzig (Buchmesse im März, ElsterCon im September), beim GarchingCon Anfang Juni in München-Trudering, beim ColoniaCon Ende September in Köln und beim Buchmesse-Con Mitte Oktober in Dreieich-Sprendlingen mit Abstecher zur Buchmesse im benachbarten Frankfurt. Da sind einige Hundert Bahn-Kilometer und einige Buchkäufe zusammengekommen. Dazu kam Anfang Oktober meine eigene Veranstaltung, »Hinterm Mond« in Leer mit Andreas Brandhorst, Uwe Hermann, Kai Hirdt und Uwe Post.

Jede dieser Veranstaltungen war etwas Besonderes mit vielen Begegnungen, interessanten Vorträgen und Panels. Höhepunkte waren die Fahrten nach Leipzig und der GarchingCon, aus ganz unterschiedlichen Gründen. München war die intensive Begegnung mit dem Perryfandom. Einen solch engen Kontakt mit den Machern und Lesern der Perry-Rhodan-Serie gibt’s sonst wohl nirgends, und man trifft viele Leute, von denen man schon mal gehört oder gelesen hat. Ich glaube, als Besucher des GarchingCons bekommt man einen guten Eindruck davon, wie das Perryfandom tickt und wie die Stimmung ist.

Leipzig hat mir dagegen den ersten Kontakte mit dem ostdeutschen (Ex-DDR-)Fandom gebracht. Das wiederum tickt anders als das heftromangeprägte Fandom im Westen, dass sich in Garching bzw. Trudering und in Köln trifft. Da hat man Gelegenheit, Autorenlegenden wie den Steinmüllers oder Erik Simon über den Weg zu laufen. Mir hat es außerdem die unmittelbare Begegnung mit dem Golkonda-Verlag, der nicht nur Bücher der Steinmüllers neu herausbringt, gebracht. Man erhält ganz andere Einblicke, wenn man mit den auch noch sehr umgänglichen und freundlichen Machern persönlichen Kontakt hat, und am liebsten würde ich alle Bücher kaufen, die dort erscheinen. Unvergesslich wird wohl auch das »Schneechaos« am Messe-Sonnabend bleiben, wobei der Begriff »Chaos« nur auf den Verkehr zutrifft: vereiste Straße, übervolle Straßenbahnen, Zug- und Flugausfälle.

Begegnung beim GarchingCon in München (von links): Jo Romic, Bernd Robker alias Robert Corvus, Ulf Fildebrandt und Gerhard Huber mit Gucky, dem Plüsch-Mausbiber.

Bücher habe ich natürlich bei den diversen Veranstaltungen wieder viel zu viele gekauft, andererseits: Man kann nie genug davon haben. Aber da ich jetzt nicht mehr so viel unterwegs bin, werde ich mehr Zeit haben, sie zu lesen. Dummerweise bekommt man auch noch Bücher geschenkt, die den Stapel vergrößern, ohne dass man etwas dafür kann.


Zeit für neue Reisepläne

Die freie Zeit kann ich auch dafür nutzen, Pläne fürs nächste Jahr zu schmieden. Was kommt da auf mich als reisenden SF-Fan zu? Im Februar wird Band 3000 der Perr-Rhodan-Serie in München vorgestellt. Das »Raum-& Zeit-Continuum« in Braunschweig, wenn es denn überhaupt stattfindet, wäre auch mal eine Reise wert. Ende Mai sind die 3. Perry-Rhodan-Tage in Osnabrück (der nächstgelegene Con überhaupt), und im Sommer geht es zum WorldCon nach Dublin. Im Herbst stehen der BuCon in Dreieich und der PentaCon in Dresden an. Und die beiden Buchmessen in Leipzig (März) und Frankfurt (Oktober) kommen auch noch in den Kalender. Das hört sich wieder nach vielen Kilometern und vielen Büchern an. Mir kommt es viel vor, aber ich weiß, dass es Truefans gibt, die da noch ganz andere Strecken zurücklegen.

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