50 years ago: Pink Floyd appears

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Das Cover von The Piper at the Gates of Dawn.

Für diesen Trip braucht man keine Drogen. Spätestens nach den ersten fünf Sekunden, in denen eine blecherne Stimme vor fernen Gitarrenklängen unverständliche Worte aneinanderreiht, ist man für den Rest des Lebens abhängig. „The Piper at the Gates of Dawn“ ist eine elektrisierende Mischung aus irritierenden Klängen, seltsamen Geräuschen, merkwürdigen Songtiteln („Pow R. Toc H.“) und zum Teil völlig irren Texten. Man möchte echt nicht wissen, was dabei im Kopf von Mastermind Syd Barrett vorgegangen ist. Er hat’s nicht lange ausgehalten. Ich schon. Bis heute.

Heute vor 50 Jahren (5. August 1967) erschien das Debütalbum von Pink Floyd: „The Piper at the Gates of Dawn“.

Die Sieger stehen fest

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Diese Medaille bekommen die Gewinner des Deutschen Science-Fiction-Preises (und einen Scheck über 1000 Euro).

Die Entscheidung der Jury über den Deutschen Science-Fiction-Preis 2017, die am Sonntag bekanntgegeben wurde, wartet mit einer Überraschung auf. In der Kategorie »Roman« ist nicht einer der vermeintlichen Favoriten als Preisträger gekürt worden. Die Wahl fiel auf »Die Welten der Skiir 1: Prinzipat« von Dirk van den Boom. Als Favoriten galten »Ommi« von Andreas Brandhorst und »Teufelsgold« von Andreas Eschbach, also die Romane von zwei Autoren, deren Romane von großen Verlagen (Piper; Bastei Lübbe) veröffentlicht wurden.

Bei den Kurzgeschichten entschied sich die Jury für »Das Netz der Geächteten« von Michael K. Iwoleit. In dieser Kategorie war das Rennen wohl offen, es gab keinen ausgewiesenen Favoriten; dass es bei den Nominierungen eine große Schnittmenge mit denen für den Kurd-Laßwitz-Preis, den anderen deutschen SF-Literaturpreis, gab, zeigt, wie geschlossen das Feld war. Read More

Erinnerungen an die Zukunft aufgefrischt

evd_cover»Erinnerungen an die Zukunft« von Erich von Däniken ist ein Klassiker der Pseudowissenschaft und ein Meilenstein der so genannten Prä-Astronautik. Ganze Generationen von Lesern hat es beeinflusst und viele Nachfolger motiviert. Im Zuge einer Recherche habe ich mir das 1968 erschienene Buch, das ich als 15- oder 16-Jähriger, also vor sehr langer Zeit, einmal gelesen habe, (in einer Ausgabe von 1984) erneut besorgt und jetzt wieder gelesen. Das ist mein Eindruck:

Schon der erste Satz der Einleitung ist Propaganda: »Dieses Buch zu schreiben, ist eine Mutfrage – es zu lesen nicht minder.« Das ist Bullshit. In der Schweiz, wo von Däniken lebt, oder in Westdeutschland, wo das Buch erschien, wurde man damals deswegen höchstens komisch angeguckt. Aber das Statement bindet Autor und Leser aneinander und gibt ihnen das Gefühl, Teil von etwas Besonderem zu sein, Mitglieder im Club der Mutigen, der den Rest der Welt gegen sich hat. Read More

Der Stapel ist kleiner geworden

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Der Bücherstapel ist geschrumpft, aber es hat auch wieder ein wenig Zuwachs gegeben.

Mit meinem Vorhaben, den Stapel ungelesener Bücher abzubauen (hier angekündigt), bin ich gut vorangekommen. Konsequent habe ich die Finger von neuen Büchern gelassen, sondern nur die alten gelesen. Das Resümee nach zwei Monaten: Ich habe acht Romane und drei Kurzgeschichtenanthologien sowie sechs ältere Heftromane geschafft, zusätzlich zu dem, was ich ohnehin an Lektüre – von der Tageszeitung über Zeitschriftartikel bis zum wöchentlichen Perry-Rhodan-Roman – regelmäßig konsumiere.

Konsequent habe ich auch davon abgesehen, überhaupt neue Bücher zu kaufen; denn die rufen geradezu danach, sie sofort zu lesen (sonst würde man ja die Finger davon lassen). Dem Stapel ungelesener Bücher wurden dennoch zwei neue hinzugefügt: eines, Miniatures von John Scalzi, hatte ich schon vor Monaten bestellt, ein zweites, Black Ice von Frank Lauenroth, habe ich gewonnen.

Der Deutsche Science-Fiction-Preis

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Gabriele Behrend liest beim Medicon in Oldenburg.

Gelesen habe ich im Januar unter anderem die 35. Ausgabe von Exodus, das Magazin für Science-Fiction-Storys und phantastische Grafik. Das erwähne ich hier, weil vor ein paar Tagen die Nominierungsliste für den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) bekanntgegeben wurde und eine der Kurzgeschichten daraus – Suicide Rooms von Gabriele Behrend – draufsteht. Wie es der Zufall (?) will, habe ich ausgerechnet diese Story schon zweimal bei Lesungen mit der Autorin gehört, unter anderem beim Medicon im vergangenen Jahr in Oldenburg. Mein Favorit aus Exodus 35 – New Mars Mayflower von R. B. Bonteque – hat es allerdings nicht auf die Nominierungsliste geschafft (dafür der schon erwähnte Frank Lauenroth mit Tube Inc., einer Geschichte aus dem Medicon-Reader, zu Recht).

Wie im Vorjahr habe ich alle bis auf eine der nominierten Kurzgeschichten gelesen. Dafür habe ich keinen der sechs nominierten Romane auch nur in den Fingern gehabt.

Wenn ich mir die Liste so ansehe, reizt mich ohnehin nur ein Buch wirklich: Der Bahnhof von Plön von Christopher Eckert, schon allein wegen des Titels. Das ist jedenfalls ein Kandidat, um den Stapel der ungelesenen Bücher ein Stück zu erhöhen, um zum Schluss wieder aufs eigentliche Thema zu kommen.

Zurzeit lese ich eine Columbus-Biografie.

Panoramas mit Affinity Photo

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Blick vom Hohentwiel nach Norden

Heute habe ich ein wenig mit der Testversion von Affinity Photo experimentiert. Das Programm wird als preisgünstige, aber gleichwertige Alternative zum Quasistandard Photoshop gehandelt. Ob Affinity diesem Vergleich standhält, kann ich nicht beurteilen; ich habe noch nie mit Photoshop gearbeitet und setzte die Bildbearbeitung auch nicht professionell ein. Die Testversion läuft zehn Tage und hat, so weit ich das sehe, keine Einschränkungen gegenüber der Vollversion, die einmalig 49,99 € kostet.

Englischsprachige Tutorials auf der Affinity-Homepage helfen, schnell einen Überblick über die wichtigsten Funktionen zu bekommen. Ruck, zuck sind ein paar Fotos verbessert bzw. verhunzt, tolle Effekte ausprobiert usw. Ohne eine intensive Schulung kann man das aber alles gar nicht richtig nutzen.

Es gibt aber auch einige Features für Otto Normalbildbearbeiter. Zum Beispiel die Möglichkeit, Panoramafotos zu erstellen. Das habe ich schon vorher immer wieder mal ausprobiert, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Meistens war es eine ziemliche Fummelei. Mit Affinity Photo ist das überhaupt kein Problem, wie dieses Panorama zeigt. Es ist einen Blick vom Hohentwiel nach Norden (der Hohentwiel ist ein Berg in der Nähe von Singen unweit des Bodensees). Das Panorama wurde aus drei Einzelbildern zusammengesetzt.

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Hier noch einmal das Panoramabild vom Hohentwiel mit den Einzelbildern, aus denen es zusammengesetzt wurde.

Affinity Photo fügt die Fotos nicht nur naht- und verzerrungslos so zusammen,  dass man die Begrenzungen der Einzelbilder nicht mehr sieht. Das Programm gleicht auch Helligkeits-, Kontrast- und andere Werte an. Das Ganze geht relativ flott, selbst bei meinem für hochwertige Bildbearbeitung schwachbrüstigem Rechner.

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Blick vom Konstanzer Münster auf den Bodensee

Dieses Bild, das das Panorama vom Turm des Konstanzer Münsters zeigt, ist aus zehn Bildern zusammengesetzt. Das ergibt natürlich ein sehr extremes Seitenverhältnis von etwa 12:1, wofür es nur wenig sinnvolle Anwendungen gibt. Das wäre bestimmt ein Hingucker im Wohnzimmer.

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Blick vom Petersberg auf Erfurt.

Panoramabilder kann jedes halbwegs gute Smartphone inzwischen auch perfekt, wie dieses Bild aus Erfurt beweist. Für die Homepage reicht die Qualität. Für gehobene Ansprüche allerdings nicht (was nicht heißen soll, dass ich diesbezüglich sehr hohe Ansprüche hätte).