Unterwegs im Hammrich

Im Holter Hammrich

Heute haben wir eine Fahrrad- und Birdspotting-Tour durch das Overledinger Land und den Holter Hammrich gemacht. Das Overledinger Land ist die Gegend im Süden Ostfrieslands, und als Hammrich werden die Niederungsgebiete an den Flüssen bezeichnet, meistens eine weite, mit wenigen Bäumen bestandene Landschaft, die nur am Rande bewohnt ist.

Unsere Birdspotting-Quote (mit bloßem Auge): ein Paar Schwäne, ein Falke, ein, zwei Feldlerchen, eine Rohrammer, Bachstelzen (hierzulande als Ackermanntje bekannt), zwei Kiebitze, eine Uferschnepfe, ein Graureiher, Austernfischer, Schwalben, jede Menge Möwen und Krähen.

Gefahren sind wir bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen 28 Grad gut 30 Kilometer, mit einer Pause in Holte (Erfrischung im Holter Wienkeller).

Die Geduld des Reihers

Heute habe ich mich als Birdspotter betätigt. Der Graureiher saß auf einem Dalben an der Rheinbrücke in Konstanz. Geduldig und fast zu einer Statue erstarrt hat der Vogel,  auf einem Bein stehend,  auf Beute gewartet, nur ab und zu bewegte sich der Kopf und zeigte sich mir schließlich im Profil.

Technik: Nikon D 7000 mit AF 5 Nikkor 55-200, , 1/800,  f 1/6.8,  200 mm,  ISO 200

Wiedersehen mit Jonas, dem Wal

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Das Titelbild des »Fluke«-Sonderhefts

Älteren unter uns wird es vielleicht so gehen wie mir: Ich erinnere mich ganz, ganz vage daran, als Kind einen präparierten Wal auf einem Lastwagen gesehen zu haben. Diese Erinnerung hat jetzt eine Bestätigung bekommen, dank einer Gruppe engagierter Walforscher und -sammler.

In einer Anfang dieses Jahres erschienenen Sonderausgabe der Zeitschrift »Fluke« geht es um »Reisende Walschaustellungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts«. Darin wird auf 64. Seiten über drei präparierte Finnwale – Jonas, Goliath und Mrs. Haroy – berichtete, die von der Mitte der 1950er bis in die Mitte der 1970er Jahre in zahlreichen europäischen Städten  zur Schau gestellt wurden. Weiterlesen

Birdspotting in Sevilla

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Ein Halsbandsittichpaar in denJardines de Catalina de Ribera.

In einer Großstadt wie Sevilla ist die Vogelwelt recht überschaubar. Es gibt hier jede Menge Spatzen,  Mauersegler und Tauben. Dazu ein paar Amseln und Schwalben. Alle anderen verstecken sich. Die Vielfalt in unserem Garten ist größer.

Aber es gibt da noch die Jardines de Catalina de Ribera,  in denen eine Kolonie von Halsbandsittichen lebt. Diese Vögel sind ursprünglich in Afrika und Asien beheimatet und sind als Volierenvögel nach Europa gekommen. Die ersten sollen schon Mitte des 19. Jahrhundert in England aus der Gefangenschaft entkommen sein.

Inzwischen ist dieser große, grüne Vogel mit dem roten Schnabel in vielen europäischen Städten zu finden. Ich habe ihn schon in London und Köln gesehen. Der Halsbandsittich fühlt sich in innerstädtischen Parks mit lockerem Bestand hoher Bäume wohl. Das können auch Friedhöfe sein. Dort findet er geeignete Lebensbedingungen, um sich zu vermehren.

Die Sittiche sind kaum zu überhören, aber nur schwer zu entdecken, wenn sie nicht gerade fliegen. Wegen ihrer Farbe und ihres langen Schwanzes sind sie im Flug unverwechselbar, mit ihrem grünen Gefieder in den Baumkronen aber gut getarnt. Um vom Boden aus halbwegs brauchbare Fotos machen zu können, ist ein Objektiv mit großer Brennweite nötig. Ich habe das Foto von dem Sittichpärchen mangels Alternative mit einem 200er gemacht, aber 400 mm wären einfach besser gewesen.