Weil bald Weihnachten ist, ist jetzt mal Zeit für eine Bescherung. Ich habe in diesem Jahr ganz sporadisch schiefe sprachliche Bilder in Zeitungsartikeln gesammelt. Hier sind ein paar Perlen.
»Während das Betreuungsgeld bundesweit ein Ladenhüter zu sein scheint…« – es liegt vermutlich wie Blei in den Regalen.
»Das Stromkabel rückt näher«
»Straßenausbau: Heute werden Weichen gestellt«
»Vogelgrippe in Barßel entdeckt« – Hatte sie sich dort versteckt?
»Der Spargel steht in den Startlöchern« – Sport für junges Gemüse
»Reformierte auf dem Weg in die Zukunft« – im Unterschied zu allen anderen? Das erste Mal seit 500 Jahren?
»Fördergeld soll in die Seeschleuse fließen« – und versandet dort?
»Die Frühkartoffeln starten dieses Jahr später« – als der Spargel?
»Strommasten sind gewachsen« – Mit was wurden die wohl gedüngt?
Ich habe die Quellen bewusst weggelassen, ich will ja niemanden vorführen. Aber vielleicht erkennt sich ja jemand wieder.
Es gibt eine Internet-Seite »Perlen des Lokaljournalismus 🔗« mit ganz vielen Stilblüten und lustigen Verschreibern. Denen will ich und kann ich keine Konkurrenz machen.
Affe, Dusche, Nummer, Tennis – so heißt doch kein Mensch. Doch, Ostfriesen. Das sind alles Namen, mit denen in den vergangenen Jahrhunderten einmal ein Ostfriese durchs Leben gegangen ist.
Vor ein paar Jahren ist das bemerkenswerte Buch »Namengebung in Ostfriesland“ von Manno Peters Tammena erschienen (Details siehe unten). Schon bei der ersten Lektüre war mir aufgefallen, dass es sehr viele Vornamen auflistet, die im Hochdeutschen einen Gegenstand, ein Tier, einen Ort oder sonst etwas bezeichnen beziehungsweise bedeuten. Ich habe dann angefangen, solche Namen aus dem umfangreichen Verzeichnis herauszuschreiben, aber irgendwann wegen der großen Zahl aufgegeben. Jetzt bin ich die Sache wieder angegangen. Hier kommt die Liste der männlichen Vornamen von Aale bis Zitze; die Frauennamen gibt es hier.