»Paradox« ist preisverdächtig

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Phillip P. Peterson: Paradox. Am Abgrund der Ewigkeit.
Kindle Edition 2015. 4,99 Euro. 
Taschenbuch. Bastei-Lübbe 2015, 480 Seiten, 9,99 Euro. ISBN-13: 978-3404208432.

»Paradox. Am Abgrund der Ewigkeit« von Phillip P. Peterson ist, zu Recht, ein heißer Favorit für den Deutschen Science-Fiction-Preis und den Kurd-Laßwitz-Preis. Für beide renommierten SF-Preise wurde das Buch nominiert. Im vergangenen Jahr wurde das E-Book mit dem Kindle Storyteller Award von Amazon ausgezeichnet; zur Belohnung gab’s einen Vertrag mit Bastei-Lübbe für ein »richtiges« Taschenbuch.

»Paradox« wird als »HiTech-Thriller mit einer großen Dosis Science-Fiction« angepriesen. Das trifft es ganz gut. Der Roman spielt in nicht allzu ferner Zukunft: Die abgehalfterte Nasa und das Privatunternehmen Centauri Corp. schicken ein Raumschiff, das mit einem neuartigen Antimaterie-Antrieb ausgestattet ist, an den Rand des Sonnensystems, nachdem der Kontakt zu mehreren unbemannten Sonden, darunter den alten Voyager-Sonden, abgerissen ist. Peterson steht also mit einem Bein in der Gegenwart. Was die vierköpfige Crew weit jenseits der Pluto-Bahn entdeckt, ist jedoch High-End-SF, da hatte der Autor eine grandiose Idee.

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Erfahrungen mit BoD (und Amazon)

Ich habe vier Bücher bei Books on Demand veröffentlicht, davon zwei gedruckte, zuletzt die SF-Anthologie »Zeit für die Schicht«.  Ich möchte hier meine Erfahrungen im Veröffentlichungspozess wiedergeben, vielleicht kann der eine oder die andere etwas damit anfangen.

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Das Buch, ein Taschenbuch mit 172 Seiten, habe ich am 28. März (Ostermontag) nachmittags hochgeladen und freigegeben. Morgens am 30. März kam die Mitteilung, dass das Buch lieferbar sei. Ab dem 2. April erschien das Buch nach und nach in den Online-Shops. Amazon war besonders schnell, hatte es aber erst drei Tage lang als »Derzeit nicht verfügbar« und damit als nicht bestellbar verzeichnet. Seit dem 5. April ist es zwar bestellbar, aber als »Derzeit nicht auf Lager« und ohne Lieferzeitraum gekennzeichnet (mehr dazu weiter unten).

Die anderen Online-Shops versprechen unterschiedlich lange Versandzeiten. So hatte Buch.de das Buch anfangs »versandfertig innerhalb von drei Wochen«, ist jetzt aber bei »in 5 – 7 Tagen«. Thalia, wo das Buch erst am 11. April im Katalog war, änderte die Verfügbarkeit innerhalb eines Tages von »in 2 – 3 Wochen« auf »in 2 – 3 Tagen«. Dafür gab es schon am ersten Tag den Hinweise »Wird oft zusammen gekauft« (mit dem Buch »Brainspam« von Torsten Sträter). Wer’s glaubt.

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Voller origineller Ideen

uwe_amtUwe Hermann: Das Amt für versäumte Ausgaben. Create Space 2015. 244 Seiten, 9,99 (E-Book 3,99). ISBN 978-1517552107.

Kaum hatte ich damit begonnen, Uwe Hermanns vergangenes Jahr erschienene Kurzgeschichtensammlung »Das Amt für versäumte Ausgaben« zu lesen, wurde eine Erzählung daraus – »Versuchsreihe 13 – Die Infektion« – für den renommierten Kurd-Laßwitz-Preis für deutschsprachige Science-Fiction nominiert 🔗. Qualität bleibt eben nicht unbemerkt.

In dem Büchlein sind zehn ganz unterschiedliche Geschichten aus dem phantastischen Genre vereint. Zwei davon kannte ich schon aus anderen Publikationen (»Mensch2«, »Wir nehmen euch mit!«), und auch der Rest hat mich nicht enttäuscht. Uwe Hermann schreibt locker und stilsicher, seine Geschichte stecken voller origineller Ideen, und der (schwarze) Humor kommt auch nicht zu kurz.

Ein wichtiges Thema ist ihm offenbar der Tod, gleich mehrere Geschichten haben damit zu tun. In »Die Totschläger« über eine besondere Form der Selbstjustiz verrät es schon der Titel, in »Versuchsreihe 13 – Die Infektion« geht es um die Wiederbelebung von Mordopfern, und in »Die Hölle liegt gleich nebenan« wird ein wahrhaftiges Himmelsfahrtskommando losgeschickt. Continue reading „Voller origineller Ideen“