Camp – nicht einfach ein Comic-Magazin

Das Titelbild von »Camp«
Das Titelbild von »Camp«

Als eine überraschende Entdeckung entpuppte sich die von mir kürzlich erworbene zweite Ausgabe von »Camp«, dem »Magazin für Comic, Illustration und Trivialkultur«. Das 146 starke Heft im Din-A4-Format habe ich an einem freien Wochenende fast in einem Zug durchgelesen, weil es so viele interessante Beiträge enthält.

Gekauft hatte ich das Heft wegen der Titelstory über beziehungsweise von Bruce Pennington, dem in den 1970er Jahren viel beschäftigten Titelbildmaler für (nicht nur) englische Science-Fiction-Bücher. Ich habe eine persönliche Beziehung zu ihm und seinem Werk, den er hat es mir erlaubt, eines seiner Bilder – »Men In The Mace« – als Motiv für ein Werbeplakat zu verwenden, mit dem ich 2014 auf meine Veranstaltung »Hinterm Mond – 1. Tag der Science-Fiction-Literatur in Ostfriesland« hingewiesen habe. Da musste ich einfach zugreifen. Continue reading „Camp – nicht einfach ein Comic-Magazin“

Ein starker Con-Reader

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Ralf Boldt (Hrsg.): Hauptsache gesund! Science-Fiction-Geschichten zum MediKonOne 2016. AndroSF 57. Murnau 2016. 392 S.
Paperback: ISBN 978 3 95765 57 3. 10,90 Euro.
Hardcover (limitiert): ISBN 978 3 95765 58 0. 17,90 Euro.
eBook: ISBN 978 3 7396 4061 7. 5,49 Euro.
Für Mitglieder des Science-Fiction-Clubs Deutschland war das Buch im Mitgliedsbeitrag enthalten.


Krankheitsbedingt musste ich in der letzten Tagen zu Hause bleiben und hatte viel Zeit, wenn auch nicht immer die nötige Energie, zum Lesen. Wie’s die Vorsehung/der Zufall so wollte, lag die Anthologie »Hauptsache gesund!«, herausgegeben von Ralf Boldt, oben auf dem Lesestapel. Das Buch hat mir gut gefallen. Ob es mir bei der Genesung geholfen hat, vermag ich nicht zu sagen.

»Hauptsache gesund!« vereint 41 Science-Fiction-Kurzgeschichten von 41 Autoren. Das sie einende Band ist Medizin. Die Anthologie ist anlässlich des MediKon One im August in Oldenburg erschienen. Der Medikon ist ein Treffen des Science-Fiction-Fandoms (Jahrestreffen des Science-Fiction Clubs Deutschland) verbunden mit einem medizinischen Programm am Klinikum Oldenburg, denn der Organisator und Herausgeber der Anthologie ist aktiv im Fandom und IT-Mann an dem Krankenhaus. Mehr zum Medicon gibt’s auf dieser Website.

Auf jede Geschichte gesondert einzugehen, verbietet sich aus Zeitgründen (Platz ist dagegen im WWW kein Problem). Da lese ich lieber drei andere Bücher.

Was mir gefallen hat, war die große Vielfalt der behandelten Themen. Es geht darin um Geburt und Tod, um seltene Krankheiten und merkwürdige Therapien, um die Tücken des Gesundheitssystems und was nicht alles. Überschneidungen gibt es kaum, was möglicherweise an der Auswahl durch den Herausgeber liegt. Denn an der Ausschreibung für das Projekt hatten sich offenbar mehr als 100 Autoren beworben. Schon allein diese Zahl ist beeindruckend. Es gibt so viele (gute) Autoren, die Science-Fiction schreiben können, die man aber nicht ohne Weiteres wahrnimmt. Kein Wunder also, dass auch mir der überwiegende Teil der Namen nicht geläufig ist. Andererseits fehlen die Namen »der üblichen Verdächtigen« aus der Szene fast völlig.

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Aufgeschlagen: SOL 82 / AN 253

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Cover der SOL 82 und der AN 253

Als Mitglied der Perry-Rhodan-Fanzentrale (PRFZ) und des Science-Fiction-Clubs Deutschland (SFCD) bekomme ich automatisch die beiden Mitgliederzeitschriften SOL und ANDROMEDA NACHRICHTEN mit der Post. Jetzt liegen gerade mehr oder weniger frisch eingetroffen die SOL #82 und AN #253 bei mir auf dem Lektürestapel, und wir gucken da mal rein.

Lesenswert: SOL 82

Schon früher, als ich die Zeitschrift der PRFZ nur unregelmäßig bekam, war das Erste, das ich las, die Rubrik »Der galaktische Beobachter«, die Quartalsrückschau von Rainer Stache auf die Perry-Rhodan-Romane. Deshalb bedaure ich es außerordentlich, dass er ausgemustert wurde. Die Gründe sind mir nicht klar geworden, da hätte es einer eindeutigen Stellungnahme des Chefredakteurs bedurft.

Was mir an Rainers Beiträgen immer besonders gut gefallen hat: Er behandelt Perry Rhodan stets als das, was es ist – Literatur und keine Weltanschauung –, und ist einer der wenigen mir bekannten Fans, denen wie mir die gelegentlich klamaukhafte Schreibe mancher Autoren auf den Keks geht und der zwanghaft eingestreute Bezüge zu aktuellen Ereignissen der Realwelt zu Recht als »unterirdisch« bezeichnet. Continue reading „Aufgeschlagen: SOL 82 / AN 253“