Phantastika – da fahre ich wieder hin

Damit fing es an: das Perry-Rhodan-Panel zur Eröffnung der Phantastika – mit (von links) Dietmar Schmidt, Uwe Anton, Hermann Ritter, Ralf Boldt, Uschi Zietsch alias Susan Schwartz und Bernd Robker alias Robert Corvus.

Die erste Phantastika, das »Festival der Phantastik« in Oberhausen, ist zu Ende. Zwei Tage lang war die Luise-Albertz-Halle in Oberhausen der quirlige Treffpunkt der deutschen Phantastik-Szene (oder zumindest eines Teils davon). Vielleicht sind die Hauptorganisatoren – Mike Hillenbrand und Jennifer Christina Michels vom Verlag in Farbe und Bunt – noch ganz berauscht von diesem Event, denn so eine Veranstaltung durchzuziehen, bringt den Hormonhaushalt auf Trab. Den Besuchern hat die Phantastika jedenfalls zwei interessante Tage beschert. Read More

Ein Altar für Perry Rhodan

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Das Perryversum auf dem Altar(falz) von »E Vau«

Es ist ein ziemlich hoher Anspruch, mit dem die Macher für ihr neues Produkt werben: »In Deutschland gibt es über 600.000 Vereine. Das ist ihr Magazin«. Seit Juli ist Ausgabe 1 von »E Vau«, ein 90-seitiges Heft, für elf Euro im Zeitschriftenhandel erhältlich. Wahrscheinlich aber nicht überall.

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Das Cover von »E Vau«.

»E Vau« oder e. V. ist die Abkürzung für »eingetragener Verein«. Das Magazin hat aber selbst nichts, das man spontan mit einer Vereinszeitschrift verbinden würde. Es ist hochwertig ausgestattet, ein ganzes Team von Grafikern, Fotografen und Illustratoren (letztere werden im Unterschied zu den Schreibern am Anfang des Heftes in Kurzbiografien vorgestellt) hat seine sehenswerten Spuren hinterlassen, stolz werden auf einer Seite die verwendeten Papiere (Holmen TRND 80g/m3) und Schriftarten (Isidora von Enrique Hernández) aufgelistet, so wie bei »Craft«-Bieren die verwendete Hopfensorte genannt werden. Herausgegeben wird »E Vau« (Homepage) von der offensichtlich jungen und hippen Agentur pr+co aus Stuttgart (Homepage). Die produziert unter anderem Mitarbeiter- und Kundenzeitschriften für die Allianz, Kärcher, hansgrohe und viele andere. Read More

Leerstelle im Gedächtnis der Stadt

Die Leerstelle am alten Haupteingang der Ostfriesischen Volksbank in Leer.

Wer in der ostfriesischen Stadt Leer von der Brunnenstraße kommend die Mühlenstraße entlanggeht, passiert den Altbau der Ostfriesichen Volksbank (OVB), ein imposantes Gebäude, das 1924 fertiggestellt wurde. Am ehemaligen Haupteingang, direkt unter dem Firmenschild, fällt ein fast gleichgroßer heller, quadratischer Fleck auf. Dübellöcher zeigen, dass dort einmal etwas angeschraubt war.

Bis vor einigen Jahren erinnerte an dieser Stelle eine Bronzetafel an einen Ereignis am Ende des Zweiten Weltkriegs in Leer. Sie trug diese Inschrift:

»Am 29. April 1945 um 4.00 Uhr wurde dieser Eingang von canadischen Truppen – den Water-Rats – im Rahmen der Kampfhandlungen um Leer gesprengt.«

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Immer wieder Perry Rhodan – in Osnabrück

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Wim Vandemaan – allein auf weiter Bühne.

Am vergangenen Wochenende (27. & 28. Mai 2017) war ich in Osnabrück bei den 2. Perry-Rhodan-Tage, organisiert von der Perry-Rhodan-Fanzentrale. Wie vor zwei Jahren zur Premiere war der Exposé-Autor der Science-Fiction-Serie, Wim Vandemaan, gekommen und gestaltete einen Programmpunkt (hier nachzulesen). Ich war erneut erstaunt darüber, wie tief Wim, der im wahren Leben Hartmut Kasper heißt, in die Serie eingetaucht ist, welche Verbindungen er herstellt und welche Einsichten er vermitteln kann, auf die man alleine nie kommt. Als PR-Leser sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen, Wim Vandemaan zuzuhören. Read More

Die Sieger stehen fest

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Diese Medaille bekommen die Gewinner des Deutschen Science-Fiction-Preises (und einen Scheck über 1000 Euro).

Die Entscheidung der Jury über den Deutschen Science-Fiction-Preis 2017, die am Sonntag bekanntgegeben wurde, wartet mit einer Überraschung auf. In der Kategorie »Roman« ist nicht einer der vermeintlichen Favoriten als Preisträger gekürt worden. Die Wahl fiel auf »Die Welten der Skiir 1: Prinzipat« von Dirk van den Boom. Als Favoriten galten »Ommi« von Andreas Brandhorst und »Teufelsgold« von Andreas Eschbach, also die Romane von zwei Autoren, deren Romane von großen Verlagen (Piper; Bastei Lübbe) veröffentlicht wurden.

Bei den Kurzgeschichten entschied sich die Jury für »Das Netz der Geächteten« von Michael K. Iwoleit. In dieser Kategorie war das Rennen wohl offen, es gab keinen ausgewiesenen Favoriten; dass es bei den Nominierungen eine große Schnittmenge mit denen für den Kurd-Laßwitz-Preis, den anderen deutschen SF-Literaturpreis, gab, zeigt, wie geschlossen das Feld war. Read More