Nachruf auf Achim Mehnert

Achim Mehnert beim ColoniaCon 2016, mit Bernd Robker alias Robert Corvus im Nacken.

Der deutsche Science-Fiction-Schriftsteller Achim Mehnert ist wenige Tage vor seinem 57. Geburtstag in Köln gestorben. Plötzlich und unerwartet, wie man so sagt.

Ich kannte Achim nur flüchtig; wir sind uns in den vergangenen vier Jahren, seitdem ich im SF-Fandom unterwegs bin, drei-, viermal über den Weg gelaufen und haben kaum mehr als ein Dutzend Worte gewechselt. Ich habe auch kaum einen seiner Romane gelesen; dabei war Achim sehr aktiv, schrieb unter anderem für die „Ren Dhark“-Serie, für „Raumschiff Promet“, und gelegentlich war er auch in den Ausläufern des Perryversums unterwegs. Ich habe seinen Blog verfolgt, auf dem er viel über seine Schriftstellerei und das SF-Fandom geschrieben hat.

Sein Tod könnte mich relativ gleichgültig lassen, er war nur ein flüchtiger Bekannter. Warum er mich trotzdem betroffen gemacht hat? Achim war einer der letzten Originale des deutschen SF-Fandoms, ein unverwechselbarer Charakter. Seit seiner Jugend war er aktiv, hat an die 30 Jahre den ColoniaCon in Köln mitorganisiert, wo viele aus der Szene ihn im September das letzte Mal getroffen haben. Der ColoniaCon ohne Achim – fast undenkbar. Solche Typen sind rar geworden im Fandom, und wenn sie gehen, bricht etwas aus seinem Fundament weg, das nicht zu ersetzen ist. Wir werden ihn vermissen.

Kluge Dialoge, glaubwürdige Figuren

Lothar Englert: Die holländische Brille. Leda-Verlag Leer 2012. 288 S. 9,90 Euro. ISBN 9783939689515

Ich war skeptisch und habe deshalb auch lange gezögert, dieses Buch zu lesen: einen Roman über eine historische Figur und einen besonders wichtigen Zeitabschnitt in der Geschichte Ostfrieslands. Fast alle historischen Romane, die ich gelesen habe, haben mich, gelinde gesagt, enttäuscht. Aber weil ich mich seit langem immer wieder einmal mit David Fabricius beschäftigt habe, kam ich an dieser Lektüre nicht vorbei. Und sie hat sich gelohnt. Continue reading „Kluge Dialoge, glaubwürdige Figuren“

Wieder mehr Zeit zum Lesen

Karl Heinz Steinmüller und Erik Simon beim Griechen in Leipzig.

Meine fannische Reisetätigkeit habe ich für dieses Jahr eingestellt: keine Conventions mehr, keine Lesungen mehr, nichts dergleichen. Die wenigen noch verbleibenden Wochenenden bleibe ich zu Hause, wenn ich nicht gerade arbeiten muss, oder kümmere mich um andere Dinge, die nichts mit Science-Fiction und dem Fandom zu tun haben (da ist noch diese Pink-Floyd-Ausstellung in Dortmund).

Das geplante Jahresprogramm habe ich komplett abgewickelt; dass die Phantastika zunächst abgesagt wurde und dann auf einen anderen Termin und von Oberhausen nach Berlin verlegt wurde, ließ sich aber nicht auffangen.

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