Robinson auf dem Mars (ohne Freitag)

In Franktreich läuft »Der Marsianer« unter dem Titel »Allein auf dem Mars«.
In Franktreich läuft »Der Marsianer« unter dem Titel »Allein auf dem Mars«.

Ich war im Kino. »Der Marsianer« ist kein Science-Fiction-Film. Dafür fehlt das fantastische, die Realität in Frage stellende Element. Das ist eine Mischung aus »Robinson Crusoe« und »Apollo 13«.

Das Crusoe-Motiv ist dominant, fast alle Hauptelement des Romans von Daniel Defoe sind vorhanden: Schiffbruch, einsame Insel, Überlebenswille, Selbsthilfe. Fehlt nur Freitag, der Eingeborene, der zum Diener und Freund wird. Auf der anderen Seite bzw. auf dem anderen Planeten haben wir eine typische »Houston, wir haben ein Problem«-Lösungsstrategie mit Improvisation und unorthodoxen Lösungen, dazu ein paar verstockte Bürokraten, kernige Kerle, Nerds und hilfsbereite Chinesen.

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Die Wappen der Stadt Leer

Der Eingang des alten Rathauses von Leer
Der Eingang des alten Rathauses von Leer mit den zwei Wappen.
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Ein Sandstein gehauen: das alte Leeraner Stadtwappen.

Wer über die große Treppe ins alte Rathaus von Leer kommt, wird wahrscheinlich links vom Eingang an der Basis des Turmes das große, in Sandstein gehauene Wappen bemerken. Aufmerksame Beobachter werden aber ein weiteres, davon völlig unterschiedliches Wappen entdecken. Diese vergoldete Arbeit verziert das schmiedeeiserne Balkongitter über dem Haupteingang. Man könnte meinen, Leer habe zwei Wappen.

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Ein Tag in Paris

Eindrucksvolle Wissenschaftsgeschichte: »La Fée Électricité« im Musée d'art moderne de la ville de Paris.
Eindrucksvolle Wissenschaftsgeschichte: »La Fée Électricité« im Musée d’art moderne de la ville de Paris.

Am Sonnabend haben wir uns in Paris rumgetrieben. Einmal im Jahr muss das sein, dann fahren wir Freitagabend mit dem Bus (Janssen-Reisen, Wittmund) los, kommen am nächsten Morgen mitten in Paris an und fahren um Mitternacht wieder zurück, so dass wir gegen Sonntagmittag zu Hause sind.

Wie immer war es eine Strapaze für die Füße und den Geldbeutel. In Paris geht man weite Wege und muss tief in die Tasche greifen, wenn man nicht gerade ein Flasche Wasser aus dem Supermarkt kauft. Bei 20 Cent für 1,5 Liter fängt man an, am Kapitalismus zu zweifeln. Bei den Preisen für ein Glas Bier in der Bar nebenan nicht. Continue reading „Ein Tag in Paris“