Wie wir »zu den Sternen« kamen

»Ad Astra« ist ein beliebter Gruß in der Science-Fiction-Szene. Woher kommt er eigentlich?

Viele SF-Fans verwenden in ihren E-Mails und Briefen (die werden angeblich gelegentlich auch noch geschrieben) die lateinische Grußformel »Ad astra«, auf Deutsch: »zu den Sternen«. Das geht offenbar auf Karl Heinz Biege, ein frühes Mitglied des Science Fiction Clubs Deutschland, (SFCD) zurück. Walter Ernsting (1920-2005), Gründer und Vorsitzender des SFCD, schrieb in einer kurzen Notiz in Nummer 4 des Fanzines ANDROmeda von 1956: »Herr Biege schlug als Gruß der SFCD-Mitglieder unter sich die Worte: AD ASTRA vor. Dieser Vorschlag fand die Zustimmung vieler Freunde, so daß ich getrost darum bitten darf: AD ASTRA, Freunde! Zu den Sternen! Damit ist alles gesagt.«

Damit wurde »Ad astra« praktisch zur offiziellen Schlussformel des SFCD und seiner Mitglieder. Woher Karl Heinz Biege (1922-1998), der als Clyde Morris zwischen 1957 und 1962 sechs SF-Leihbücher schrieb, die Anregung hernahm, ist unbekannt; Ernsting ging darauf nicht ein. 1957 übernahm Wolfgang Jeschke (1936-2015) den Gruß als Titel für das kurzlebige, sehr vorstandskritische Mitteilungsblatt für die SFCD-Landes- und Städtegruppen, die sich inzwischen gebildet hatten.

Von Vergil oder Seneca übernommen

Redewendungen mit »ad astra« waren und sind weit verbreitet. Sie gehen entweder auf den römischen Dichter Vergil – »sic itur ad astra« («So reist man zu den Sternen«) aus dem Aeneas-Epos – oder auf Seneca – »non est ad astra mollis e terris via« («Es gibt keinen leichten Weg von der Erde zu den Sternen«), meist zu »per aspera ad astra« («durch das Raue zu den Sternen«) verändert und verkürzt – zurück.

Die einzelnen Verwendungen meist in abgeleiteter Form als Motto hier aufzulisten, würde zu weit führen. Adelsgeschlechter, staatliche Einrichtungen und Firmen haben es gewählt. Klar ist jedenfalls, dass der Spruch ursprünglich nichts mit Raumfahrt oder Science-Fiction zu tun hatte, sondern mit Erfolg, Ruhm und Ehre. In der Antike wurden Helden schon mal als Sternbilder am Himmel verewigt, so wie Herkules, um den es in Senecas Tragödie »Hercules furens« geht. Der Traum, wirklich zu den Sternen zu reisen, gewann erst ab den 1920er Jahren allmählich Gestalt, als in Deutschland und den USA die ersten Versuche mit weltraumtauglichen Raketen unternommen wurden.

Ein früher SF-Roman aus Triest

Das erste Mal im Zusammenhang mit (fiktiver) Raumfahrt taucht »Ad Astra« Ende des 19. Jahrhunderts auf. 1898 wurde in Mailand ein Zukunftsroman mit dem Titel »Ad Astra. Fantasia dell‘avvenire« (deutsch: Zu den Sternen. Fantasie der Zukunft) herausgegeben. Er war von Antonio de‘ Bersa (1827-1905), Chefredakteur der in Triest erschienenen Zeitung L‘Osservatore Triestino, verfasst worden und erstmals 1884 als »Giustina Cartoni: Fantasia dell‘avvenire« in Triest erschienen. In dem Roman geht es um den Versuch der vereinten Menschheit, den Mond zu erreichen. 2017 gab es eine Neuauflage (Verlag Zona 42, ISBN 978-8898950133). Übersetzt worden ist der Roman offenbar nie.

Fest mit dem SF-Fandom verbunden ist das Motto durch die 1934 gegründete Los Angeles Science Fantasy Society, den ältesten bestehenden SF-Fanclub. Sie hat sich das Motto »De profundis ad astra« (»Aus der Tiefe zu den Sternen«) gegeben und das auf ihrem 1940 eingeführten Wappen durch ein Mikroskop und ein Raumschiff symbolisiert. Ob der erste Teil des Mottos einen Bezug zu Psalm 130 aus der Bibel hat, der in seiner lateinischen Fassung aus dem 4. Jahrhundert mit »De profundis clamavi ad te Domine« beginnt, erscheint naheliegend, ist aber nicht zu klären. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang eher, dass Forrest J. Ackerman (1916-2008), seinerzeit die treibende Kraft in der Los Angeles Science Fantasy Society, ein Freund Walter Ernstings und frühes Mitglied des SFCD war.

  • Die Urfassung dieses Beitrags erschien ursprünglich in »Paradise 110«, dem Fanzine des Terranischen Clubs Eden (TCE).

Guter Lesestoff von der Elster

In diesem Jahr gab es nur einen SF-Con, den Elstercon in Leipzig. Und damit nur ein Conbuch.

Das Buch zum Elstercon 2020. Das Titelbild ist von Marion Franke.

Fahrenheit 145. Erde im Fieber – eine Anthologie zum Elstercon 2020
Hrsg: Freundeskreis Science Fiction Leipzig | 290 S. | 18 €

Mir war es in diesem Jahr leider nicht möglich, den Elstercon 2020 in Leipzig zu besuchen. Aber ich habe mir wenigsten das Conbuch gegönnt, das wenige Tage nach Ende der Veranstaltung Mitte September im Literaturhaus Leipzig im Briefkasten lag. Meine Erwartungen wurden selbstverständlich erfüllt; es ist wieder ein durchweg hochwertiges und interessantes Produkt geworden und sein Geld wert.

Es gibt eine üppig ausgestattete Mischung aus durchweg lesenswerten Sachartikeln, Autorenporträts, Interviews, Rezensionen und Kurzgeschichten. Im Zentrum des Cons und damit des Buches: der Klimawandel und die Notwendigkeit des Handelns, um die Katastrophe zu verhindern. Das Motto »Fahrenheit 145 – Erde im Fieber« spielt natürlich auf Ray Bradburys Roman »Fahrenheit 451« an und ist, nach Auskunft der Con-Homepage, die Temperatur, bei der menschliches Leben nicht mehr möglich ist: 145° Fahrenheit = 63° Celsius.

Zum Auftakt des Bandes stellt Martin unter dem Titel »Klimawandel undercover« einige Bücher vor, die sich mit dem Klimawandel befassen, aber das Etikett »Climate Fiction« scheuen. Vermutlich hat es damit zu tun, dass Autoren (und Verlage) Sorge haben, dass sie in eine Genre-Schublade gesteckt werden. Na ja, wir wissen schon lange, dass das Label »Science Fiction« auf einem Buch dazu führt, dass es von den Liebhabern sogenannter ernster Literatur, wenn überhaupt, nur mit spitzen Fingern angefasst wird. Wer thematisch passende Lektüre sucht, wird hier aber fündig.

Ein weiterer Sachtext zu einem aktuellen Thema, der aber nix mit Klimawandel zu tun hat, ist von Arnulf Meifert. Es geht um Nazi-Utopien, Ufo-Glaube, Esoterik und Verschwörungstheorien. Es handelt sich um das Vorwort seines offenbar selbstverlegten Buchs »Im Jahre 2000 im Dritten Reich – Was uns an Zukunft erspart blieb und doch noch blühen könnte«. Es ist übrigens nicht der einzige Text, der nicht exklusiv fürs Conbuch verfasst wurde. Aber wen stört’s?

Zu den Autoren, die im Conbuch mit Interviews, Rezensionen, Leseproben ihrer Bücher oder Kurzgeschichten vorgestellt werden, gehören Dietmar Dath, Dirk C. Fleck, Thore D. Hansen, Martha Wells und Bettina Wurche, um nur einige zu nennen.

Im Belletristikteil werden uns Leser Kurzgeschichten von einer Autorin und sechs Autoren sowie drei Gedichte von Erik Simon geboten. Eine Story scheint zu fehlen: Kathleen Weise erscheint unter den Autorenkurzbiografien, aber ich habe das Buch zweimal durchgesehen, und keinen Text von ihr gefunden. Aufgelockert werden die 290 Seiten durch zahlreiche farbigen Grafiken diverser Künstler, die mit Abstand am meisten von Mario Franke. Von ihm ist auch das Covermotiv.

In diesem Jahr ist es mangels Cons ja nicht möglich, einen Vergleich zwischen Conbüchern zu ziehen. Aber wenn es möglich gewesen wäre, wäre das Buch zum Elstercon in Sachen Anspruch und Qualität sicher die Top-Publikation.

Bezogen werden kann das Conbuch über die Homepage des Freundeskreises SF Leipzig, der den Elstercon seit 30 Jahren organisiert.

Radfahren – eine Frage der Haltung

Ich fahre (fast immer) mit dem Rad zur Arbeit. Dass das besser für die Umwelt und meine Gesundheit ist, ist dabei nur Nebensache.

Mein Fahrrad, gerade gekauft, steht an einer Klappbrücke über die Westerwieke in Moormerland.

Seitdem mein Arbeitsplatz nur noch knapp dreieinhalb statt 35 Kilometer von zu Hause entfernt liegt, fahre ich mit dem Rad ins Büro. Jeden Tag, bei Wind und Wetter. Nur allzu heftiger Regen, Sturm oder Schneetreiben morgens können mich davon abhalten. Nass geworden bin ich oft genug. Das Auto steht tagelang rum und wird nur noch zum Wocheneinkauf benutzt oder um jemanden zu besuchen, den man mit Bus oder Bahn nicht ohne Weiteres erreicht.

Ich mache keinen Sport, ich bin kein Radfahr-Maniac, der sich in den Sattel schwingt, um irgendein Pensum abzustrampeln. Ich fahre zur Arbeit, zum Brötchen holen, in die Stadt und mache manchmal mit meiner Frau eine Radtour. Im vergangenen Monat bin ich 300 Kilometer gefahren, zehn am Tag, das ist nichts, womit ich angeben könnte.

Als ich 27 oder 28 war, bin ich mal mit dem Rad von Offenburg nach Piacenza gefahren, 550 Kilometer in fünf Tagen. Das war ’ne Leistung, die ich aber nie zu wiederholen versucht habe. Zurück bin ich von Mailand mit dem Zug.

Für mich sind gesundheitliche und ökologische Gründe beim Radfahren nebensächlich. Selbstverständlich ist es gut, dass mir als Berufs- und Freizeit-»Schreibtischtäter« das Radfahren zumindest ein wenig regelmäßige Bewegung verschafft, dabei wegen des Verzichts aufs Auto etwas für die Umwelt tue und dabei auch noch Geld spare (300 Gramm CO2 und 20 Cent Spritgeld pro Kilometer).

Gegen die Hektik um mich herum

Radfahren ist für mich eine Frage der Haltung, eine Form stillen Protests gegen die Hektik in dieser Gesellschaft. Ich will mich von anderen unterscheiden, die ein Auto für unentbehrlich halten, zeigen, dass es auch anders geht. Mein früherer Chef, der jeden Morgen mit dem Rad Frühsport betrieb, setzte sich ins Auto, um in der Mittagspause zum kaum 100 Meter entfernten Bäcker zu fahren und ein Brötchen zu holen.

Zu dieser Haltung gehört es, dass ich mich (meistens) an die Verkehrsregeln halte und nicht als Geisterfahrer den Radweg auf der falschen Straßenseite oder gar den Gehweg benutze oder bei rot über die Ampel fahre. Ich leiste mir die Freiheit, nicht den kürzeren Weg zu nehmen. Das heißt nicht, dass ich mich nicht ärgere, wenn ich als Radfahrer wegen der Verkehrsplanung schlechter behandelt werde als die Autofahrer und beispielsweise an der Ampel schon bei rot warten muss, während die Autos noch lange grün haben. Eine Kreuzung habe ich da besonders im Blick, und wenn ich Rentner bin, werde ich mal dokumentieren, wie ungerecht dort die Schaltung der Phasen ist.

Konsequenterweise werde ich mein Auto ganz abschaffen, wenn ich in Rente gehe. Denn jetzt brauche ich es gelegentlich noch dienstlich, nicht nur, um bei Mistwetter trocken in die Firma zu kommen..

Die Welt nach dem Klimawandel

Die SF-Anthologie »2101 – Was aus uns wurde« gibt’s jetzt als E-Book. Eine von 31 Storys ist von mir

Im Verlag Moderne Phantastik ist die Science-Fiction-Anthologie »2101 – Was aus uns wurde«, zunächst nur als E-Book, erschienen – mit 31 Storys über eine Welt nach dem Klimawandel. Eine davon ist von mir, ein kurzes Stück mit dem Titel „Rückkehr“. Viele tolle Autorenkollegen haben mitgemacht und einen dicken Band (375 Seiten) abgeliefert. Mein Beitrag ist da nur bescheiden, umso mehr fühle ich mich gebauchpinselt, weil mein Name auf der Amazon-Seite als erster genannt wird.

Es ist meine zweite Veröffentlichung im Verlag von Peggy und Rico Gehrke, und damit habe ich gute Erfahrung gemacht. Meine Kurzgeschichte »Das letzte Mammut« wurde vor zwei Jahren zusammen mit mehreren anderen Storys aus der Anthologie »Meuterei auf Titan« für den Deutschen Science-Fiction-Preis nominiert.

Das Inhaltsverzeichnis: Oliver Koch – Jäger und Beute; Nele Sickel – Atlantas Schätze; Frank Lauenroth – Syms; Axel Kruse – Grassoden; Sybille Lengauer – Auferstehung; Norbert Fiks – Rückkehr; Galax Acheronian – Konserviert; Achim Stößer – Der alte Mann und das Mädchen; Maike Braun – Leerland; Rico Gehrke – Ich bin der Mann vom Meer des Regens; Stephan Becher – Ameisen; Johann Seidl – Autonomie Neunenz; Gundel Steigenberger – An Terra; Sebastian Bach – Die feindseligste aller Spezies; Olaf Lahayne – Camp Millenium; Elisabeth Marienhagen – Mabelle; Oliver Koch – Der Gärtner von Eden; Tobias Lagemann – Eine kurze Anekdote aus der Zeit vor dem Krieg; Annie Waye – Die Neue Welt; Nob Shepherd – Mazons Vermächtnis; Stefan Junghanns – Als das Jahrhundert noch jung war; Axel Aldenhoven – Terra Digitalis; Friedhelm Schneidewind – Häusergeflüster; Andrea Bannert – Die letzte Zeugin; Stephan Becher – Ungeplanter Besuch; F. Anderson – Die richtige Partnerwahl; Roland Rosenbauer – Die Kirschenkönigin; Jaana Redflower – Sirenen; Achim Stößer – 23X; Oliver Koch – Friedensangebot; Sebastian Görlitzer – Die rettende Idee.

Hugo-Verleihung sorgt für miese Laune

George R. R. Martin zog sich den Zorn der Szene zu. Nicht nur, weil er einige Namen falsch aussprach.

Die Hugo Awards, die wohl bedeutendsten SF-Preise, stehen fest. Sie sind in der Nacht zu Sonnabend beim Worldcon 2020 – CoNZealand – online bekanntgegeben worden (Liste der Preisträger). Die Verleihung hat in der Szene für einigen Aufruhr gesorgt. Stein des Anstoßes: Zeremonienmeister George R. R. Martin. Die Preisgala ist immer der Höhepunkt eines Worldcons. Die örtlichen Veranstalter holen sich dafür einen besonders prominenten Ehrengast, der die Preisverleihung ähnlich wie beim Oscar leitet, damit der Glanz des Promis auf einen selbst zurückstrahlt. Der Schuss ist dieses Mal nach hinten losgegangen.

Bei uns wird kaum jemand die Zeremonie verfolgt haben. Denn das konnten nur »attending members«, und davon gab’s hier nur eine Handvoll. Weil Neuseeland Gastgeber war, begann die Veranstaltung bei uns erst um 1 Uhr nachts. Sie dauerte dreieinhalb Stunden. Wer Lust hat, kann sich die Aufzeichnung ansehen.

Aufregung im Netz

George R. R. Martin verkündete die Hugo-Gewinner 2020 aus seinem Kino in Santa Fe.

Ich habe nur ein paar Ausschnitte gesehen, und vor allem die zum Teil wütenden Reaktionen im Netz wahrgenommen (Twitter-Hashtag #hugoawards, George R .R. Martin Can Fuck Off Into The Sun oder How Not to Run an Awards Ceremony). Für die miese Laune und Attacken auf zwei »white old men« gab es vor allem zwei Gründe:

  • George R. R. Martin sprach eine Reihe von Namen von Nominierten falsch aus. Das brachte ihm den Vorwurf des Rassismus ein, denn es waren überwiegend People of Color. Eine Respektlosigkeit ist es allemal. Da es sich bei den Einspielungen um Aufzeichnungen handelte, hätten die neuseeländischen Veranstalter Nachbesserungen einfordern sollen. Alle Nominierten waren nämlich gebeten worden, die richtige Aussprache ihrer Namen mitzuteilen. Angeblich hat Martin sich geweigert.
  • Außerdem schwadronierte Martin über längst vergangene Fandom-Zeiten und lobte den offen rassistischen und frauenfeindlichen Herausgeber John W. Campbell. Dabei war gerade dessen Denkmal nach dem Worldcon vor einem Jahr in Dublin wegen der Dankesrede von Jeannette Ng als Gewinnerin des John W. Campbell Awarf For Best New Writer endgültig gestürzt worden. Der Preis heißt jetzt Astounding Award For Best New Writer. Jeannette Ng wurde für die Rede dieses Jahr mit dem Hugo für das „Best Related Work“ ausgezeichnet. Auch Robert Silverberg, der zur Zeremonie einen Beitrag beisteuerte, machte sich unbeliebt, unter anderem, weil er Campbell als »größten Herausgeber« bezeichnete.
Arkady Martine hat den Hugo für den besten Roman gewonnen.

Kritik gab es auch dafür, dass die dreieinhalbstündige Zeremonie überhaupt keinen Bezug zu Neuseeland, seinem Fandom und seiner Kultur hatte.

Attacke der »Puppies«

Die Auseinandersetzungen mit und um »old white men« prägen die Hugos ja schon länger (und sind auch ein Spiegelbild der politischen Spaltung in den USA). Da waren vor ein paar Jahren die Versuche der »Sad Puppies« und der »Rabid Puppies« (traurige bzw. tollwütige Welpen) die Hugo-Verleihung in ihrem Sinne zu bestimmen, indem sie – regelkonform – dafür sorgten, dass überwiegend ihnen genehme Werke für die Hugos nominiert wurden. Diese rechtsgerichteten Fans und Autoren aus den USA kritisierten, dass nur noch Bücher mit Themen wie Ausbeutung, Kolonialismus, Rassismus, Gleichberechtigung der Geschlechter oder Verfolgung wegen sexueller Orientierung für die Hugos nominiert wurden. Sie wollten lieber Raumschlachten und Schwerter schwingende Fantasy-Helden. außerdem störte sie ganz offensichtlich, dass immer mehr Frauen und Nichtweiße unter den Preisträgern waren.

Die Aktion hatte den »Erfolg«, dass 2015 in vielen Kategorien kein Preis vergeben wurde, und der prestigeträchtige Preis für den besten Roman an den Chinesen Cixin Liu für »The Three Body Problem« ging, weil die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder des Worldcons die »Puppies«-Vorschläge torpedierten. Danach ist es um die »Puppies« still geworden. Denn damit sich das Problem nicht wiederholt, wurden die Regeln für die Hugo-Nominierungen etwas geändert.