Ein Altar für Perry Rhodan

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Das Perryversum auf dem Altar(falz) von »E Vau«

Es ist ein ziemlich hoher Anspruch, mit dem die Macher für ihr neues Produkt werben: »In Deutschland gibt es über 600.000 Vereine. Das ist ihr Magazin«. Seit Juli ist Ausgabe 1 von »E Vau«, ein 90-seitiges Heft, für elf Euro im Zeitschriftenhandel erhältlich. Wahrscheinlich aber nicht überall.

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Das Cover von »E Vau«.

»E Vau« oder e. V. ist die Abkürzung für »eingetragener Verein«. Das Magazin hat aber selbst nichts, das man spontan mit einer Vereinszeitschrift verbinden würde. Es ist hochwertig ausgestattet, ein ganzes Team von Grafikern, Fotografen und Illustratoren (letztere werden im Unterschied zu den Schreibern am Anfang des Heftes in Kurzbiografien vorgestellt) hat seine sehenswerten Spuren hinterlassen, stolz werden auf einer Seite die verwendeten Papiere (Holmen TRND 80g/m3) und Schriftarten (Isidora von Enrique Hernández) aufgelistet, so wie bei »Craft«-Bieren die verwendete Hopfensorte genannt werden. Herausgegeben wird »E Vau« (Homepage) von der offensichtlich jungen und hippen Agentur pr+co aus Stuttgart (Homepage). Die produziert unter anderem Mitarbeiter- und Kundenzeitschriften für die Allianz, Kärcher, hansgrohe und viele andere. Continue reading „Ein Altar für Perry Rhodan“

Das letzte Mammut – gedruckt

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Die letzten Eiszeitriesen sind vor 5600 Jahren von der Bildfläche verschwunden. Bild: Tracy O. CC BY-SA 2.0

Vor 5600 Jahren sind auf der Sankt-Paul-Insel im Nordpazifik die letzten Mammuts gestorben. Diese seit Jahrtausenden isoliert lebende Population ist letztlich verdurstet: Der steigende Meeresspiegel sorgte dafür, dass die Süßwasservorräte schrumpften (Spektrum.de). Das ist der wissenschaftliche Hintergrund für meine Zeitreise-Kurzgeschichte »Das letzte Mammut«, die jetzt in der Science-Fiction-Anthologie »Meuterei auf Titan« erschienen ist. Es geht darin um einen Großwildjäger, der eine einmalige Chance bekommt. Continue reading „Das letzte Mammut – gedruckt“

Prickelnde SF aus Kroatien

ziljak01Aleksandar Žiljak: Welche Farbe hat der Wind? Begedia-Verlag, Mülheim an der Ruhr, 2017. 160 S., 14,90 Euro. ISBN 978-3957770950.

Aleksandar Žiljak aus Zagreb ist der deutschen Science-Fiction-Szene in den vergangenen Jahren bereits durch einige seiner im »Nova«-Magazin veröffentlichten Kurzgeschichten aufgefallen. Eine überbordende, fast barocke Phantasie, eine poetische Sprache, Humor und ein ordentlicher Schuss Erotik zeichneten diese Storys aus.

Im Juni war Žiljak Ehrengast auf dem Eurocon in Dortmund, dem Treffen des europäischen Science-Fiction-Fans. Die Besucher hatten Gelegenheit, mit ihm in Kontakt und ins Gespräch zu kommen. Zu diesem Ereignis hatte Verleger Harald Giersche (Begedia-Verlag) frisch aus der Druckerei eine Anthologie mit sieben Kurzgeschichten des Autors aus Kroatien mitgebracht. In »Welche Farbe hat der Wind?« sind neben den drei »Nova«-Storys vier weitere enthalten (alle übersetzt von Tommi Brem und von »Nova«-Mitherausgeber Michael K. Iwoleit, dem diesjährigen Sieger des Deutschen Science-Fiction-Preises in der Kategorie »Kurzgeschichte«). Das stimmungsvolle Titelbild stammt von Christian Günther. Continue reading „Prickelnde SF aus Kroatien“