Einer der letzten seiner Art

Der Kilometerstein 16 an der Dorfstraße in Bagband
Der Kilometerstein 16 an der Dorfstraße in Bagband

Eine kleine Entdeckung am Wegesrand: der Kilometerstein 16 in Bagband (Landkreis Aurich). Er steht nahe an der Wand eines kleinen Bauernhauses an der Dorfstraße. Er ist offenbar der Letzte seiner Art an dieser Strecke und ein erhaltenswertes Kleindenkmal.

Bagband liegt an der alten preußischen Chaussee zwischen Aurich und Leer. Die heutige Bundesstraße 72, deren Trasse weitgehend der der Chaussee entspricht, führt im Westen am Dorf vorbei. Das Teilstück zwischen der Einmündung der Dorfstraße im Norden und dem Abzweig der B 436 Richtung Wiesmoor und Friedeburg im Süden ist neueren Datums. Wie die Chaussee früher verlief, kann man auf dem Messtischblatt Hesel der preußischen Landesaufnahme von 1897 sehen.

Der Kilometerstein mit der aufgemalten Zahl steht ziemlich genau 16 Kilometer vom offiziellen Nullpunkt der Chaussee, dem Auricher Marktplatz, entfernt. Es ist also mit großer Wahrscheinlichkeit der Originalort. Die Bemalung ist natürlich noch nicht so alt. Wie man auf dem Foto erkennen kann, hat der Stein an der Hinterseite einen Riss.

Steine an der Straße

Grenzstein
Oben: Falsch beschrifteter Grenzstein an der Bundesstraße 210 zwischen Wittmund und Aurich. Unten: Alte und neue Grenzmarkierung (links); Kilometerstein

An der Bundesstraße 210 zwischen Wittmund und der Grenze zum Kreis Aurich stehen in Fahrtrichtung Aurich mehrere historische Kilometersteine, von denen es in ganz Ostfriesland noch etwa 60 gibt (Info). Sie sind vor noch nicht allzu lange Zeit von der Straßenmeisterei Wittmund nach historischem Vorbild restauriert, weiß bemalt und in Fahrtrichtung mit Ziffern (Kilometerangaben) versehen worden. Besonders auffällig ist der Stein in Höhe des Flugplatzes Wittmundhafen an der Grenze zwischen den Kreisen Wittmund und Aurich, der die Reihe der Kilometersteine abschließt. Auf Auricher Gebiet gibt es solche Markierungen nicht mehr. Continue reading „Steine an der Straße“

Wie die Jümme zu ihrem Namen kam

juemme_titelDie Jümme ist ein kleiner Fluss in Ostfriesland. Was der Name bedeutet und woher er stammt ist unklar. Merkwürdigerweise hieß er früher »Leda«, während die heutige Leda, in die die Jümme mündet, bis ins 18. Jahrhundert hinein keinen Namen gehabt zu haben schien.

Kostet nix

Darüber habe ich vor einigen Jahren einen Aufsatz verfasst, den es inzwischen als kostenloses E-Book gibt, zum Beispiel bei Amazon, bei eBook oder Thalia.

Die ostfriesischen Berge

Ostfriesland ist sehr flach. Die Berge sind nur Hügel, und die höchste Erhebung ist eine Düne.

Der Plytenberg in Leer ist ein künstlicher Hügel.
Der Plytenberg in Leer ist ein künstlicher Hügel.

Auf den ersten Blick ist Ostfriesland vor allem eins: flach. Es gibt dort keine Berge, nicht einmal Hügel oder nur wenige besonders auffällige Höhenunterschiede, zumindest im Vergleich mit anderen Gegenden. Der Ostfriese sieht das ein bisschen anders. Für ihn ist jede kleine Erhöhung ein Berg (auf Plattdeutsch Barg). Davon zeugen zahlreiche Ortsnamen wie Voßbarg (Fuchsberg; westlich von Wiesmoor) oder Siebenbergen (im Nordosten von Leer). Die Namen gehen entweder auf natürliche Sandhügel oder -dünen zurück oder auf prähistorische Grabhügel.

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Immer geradeaus

Schnurgerade über fast neun Kilometer verläuft die Landesstraße 8 zwischen Esens und Brill.
Schnurgerade über fast neun Kilometer verläuft die Landesstraße 8 zwischen Esens und Brill.

Der Abschnitt der Landesstraße 8 (Auricher Straße) zwischen Esens und Brill im Landkreis Wittmund ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das längste schnurgerade Straßenstück in Ostfriesland. Von der Kreuzung mit der Marienkamper Straße/Zum Drosten Tor in der Ortsmitte von Esens und der Kurve unweit der Haus-Nummer 202 in Brill in der Nähe der Grenze zum Landkreis Aurich sind es 8,7 Kilometer wie mit dem Lineal gezogen.

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