Columbus tritt die Rückreise an

Freitag, den 4. Januar

Mit den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne lichtete ich die Anker meines Schiffes und trat mit mäßigen Winden die Heimreise an. Das kleine Boot nahm die „Niña“ ins Schlepptau, mit Kurs auf Nord-Nordwesten, um die Untiefe durch eine breitere Durchfahrtsstelle zu verlassen als bei der Einfahrt. Diese Einfahrten oder Kanäle gestatteten ein Vordringen bis zum Orte „Navidad“, ist das Meer doch hier durchwegs nie von geringerer Tiefe als zwischen neun und drei Faden.

Die hier gelegenen Küsten verlaufen in der Richtung von Nord-Nordwesten nach Nordosten und haben einen breiten Strand. Das Land erstreckt sich 16 Seemeilen weit eben gegen das Innere zu. Von da an erheben sich Berge von beträchtlicher Höhe. Die ganze Gegend ist reich besiedelt, die Einwohner scheinen nach ihrem Verhalten uns gegenüber zu urteilen, gutmütige, rechtschaffene Leute zu sein.

Die Karavelle fuhr weiter gegen Osten mit Kurs auf einen hohen Berg, der von ferne gesehen auch für eine Insel gehalten werden konnte. Dies ist aber nicht der Fall, da er durch eine flache Landzunge mit dem Festlande verbunden ist und einem schönen Zelte gleicht; ich gab ihm den Namen „Monte Christo“. Wegen des geringen Windes kamen wir nur bis auf 24 Seemeilen an diesen Berg heran. Unterwegs stießen wir auf vier kleine, sehr niedrige Sandinseln, umgeben von einem Klippenkranz. Zwischen der Küste und jenen Klippen breitet sich eine breite Meeresfläche aus, die gegen den Monte Christo zu auf einer Länge von 80 Seemeilen gegen Südosten verläuft, die von geringer Tiefe und reich an Sandbänken sein muß. Überall münden hier zahlreiche Flußläufe ins Meer, die aber nicht schiffbar sind. Allein der Matrose, den ich mit einem Kanoe auf die Suche nach der „Pinta“ ausgeschickt hatte, behauptete, einen Fluß entdeckt zu haben, in welchem die Schiffe ganz gut hätten einfahren können.

24 Seemeilen vom Monte Christo entfernt, ging ich mit meinem Schiff bei einer Seetiefe von 19 Faden, nachdem ich das Meer in weitem Umkreis nach Untiefen und Klippen abgesucht hatte, vor Anker und verbrachte dort die Nacht.

Samstag, den 5. Januar

Bei Morgengrauen ließ ich alle Segel setzen, von einem Landwind, der später zum Ostwind wurde, dabei begünstigt. Süd-Südöstlich vom Monte Christo, zwischen diesem und einer kleinen Insel, schien ein zum Verbringen der Nacht geeigneter Ankerplatz zu liegen, weshalb ich nach Süd-Südosten bis auf 24 Seemeilen zum Berge heranfuhr, wo ich eine Wassertiefe von 17 Faden ohne jede Klippe antraf. Späterhin erreicht das Wasser nur eine Tiefe von 12 und 9 Faden, wenn man nur noch 4 Seemeilen von jenem Berge entfernt ist; doch ist der Grund überall sandig.

Als ich den zwischen dem Berge und der kleinen Insel gelegenen Meeresarm erreichte, stellte ich nur noch eine Wassertiefe von 3 1/2 Faden während der Ebbe fest, wo ich leicht vor Anker gehen konnte. Ich bestieg mein Boot, um mich auf die Insel zu begeben, wo ich Feuerstellen und andere Spuren entdeckte, die darauf hindeuteten, daß sich Fischer hier aufgehalten hatten. Überdies fand ich zahlreiche farbige Steine, oder vielmehr einen Steinbruch mit schönem Gestein, das, entsprechend zugehauen, zur Errichtung von Kirchen und anderen Monumentalbauten sehr geeignet schien und jenem glich, das ich auf der Insel von San Salvador gefunden hatte. Auch viele Mastixpflanzen fand ich dort.

Der Monte Christo bildet eine schöne Erhebung von anmutigen Ausmaßen, während seine ganze Umgegend eine fruchtbare und herrlich anzusehende Ebene umfaßt. Östlich davon, in einer Entfernung von etwa 24 Seemeilen, entdeckte ich ein Kap, dem ich den Namen „Cabo del Ternero“ (Kap des Kalbes) gab. Zwischen diesem und dem Monte Christo erstreckt sich auf einer Länge von acht Seemeilen eine Klippenkette, die immerhin von einigen dem Anschein nach durchfahrbaren Kanälen unterbrochen wird. Doch wäre es nicht ratsam, des Nachts dort durchfahren zu wollen, und müßte man ein Boot vorausschicken, um die Wassertiefe zu messen.

Östlich vom Monte Christo bis zum Cabo del Ternero ist die Küste durchwegs sandig und flach, das übrige Land ist sehr hoch gelegen und von schönen, bepflanzten Erhebungen durchzogen. Im Innern verläuft von Nordosten gegen Südosten eine der schönsten Gebirgsketten, die ich 1 e gesehen und die der Sierra von Cordova zum Verwechseln gleicht. Weiter gegen Süden und Südosten zu tauchen in weiter Ferne andere hohe Berge auf und breiten sich weite, herrlich grüne Täler aus, von zahlreichen Flüssen durchzogen. Alles bot einen so heiter frohen Anblick, daß meine begeisterte Schilderung mir nicht übertrieben zu sein scheint.

Noch weiter östlich vom Monte Christo sichtete ich ein Stück Land, das ebenfalls ein hoher, schöner Berg zu sein schien, von wo aus sich Nordost-zu-Ost ein nicht allzu hoch gelegenes Land an die 100 Seemeilen weit erstreckt.

Sonntag, den 6. Januar

Der Ankerplatz, von dem die Rede war, ist vor allen Winden, mit Ausnahme der aus Norden und Nord-Nordwesten kommenden, vollkommen geschützt. Doch kommen diese hier sehr selten vor, und überdies kann man sich hinter der kleinen Insel davor in Sicherheit bringen, wo das Meer drei bis vier Faden tief ist.

Bei Tagesanbruch ging ich in See, um der nach Osten zu verlaufenden Küste entlang zu fahren. Hier ist größte Vorsicht geboten, da längs der Küste zahlreiche felsige und sandige Untiefen liegen. Doch kann man auch gute Ankerplätze erreichen, wenn man bestimmte, zwischen den Untiefen verlaufende Kanäle benützt.

Nach zwölf Uhr mittags erhob sich ein heftiger Ostwind, weshalb ich einen Matrosen auf den Hauptmast steigen ließ, um Auslug zu halten. Da sichtete er die Karavelle „Pinta“, die mit dem Ostwind herangesegelt kam. Die „Pinta“ näherte sich der „Niña“, da man aber wegen des felsigen Grundes nicht vor Anker gehen konnte, nahm ich Kurs auf den Monte Christo, wobei mir die „Pinta“ folgte.

Bald darauf erschien Martin Alonso Pinzón an Bord der „Niña“, wo ich ihn erwartete. Er entschuldigte sich mit der Behauptung, ohne sein Wollen von mir getrennt worden zu sein, indem er Gründe anführte, um seinen Worten Beweiskraft zu geben. Allein ich durchschaute sie als Scheingründe, da Pinzón in jener Nacht, als er sich von mir trennte, nur aus Hochmut und Habgier so gehandelt hat. Ich konnte mir die überhebliche und gemeine Handlungsweise, die sich mein Untergebener während dieser Fahrt mir gegenüber hatte zuschulden kommen lassen, in keiner Weise erklären. Trotzdem aber wollte ich auch diesmal meine Verstimmung hintansetzen, wie ich es bereits einmal getan, um die Machenschaften des Teufels, .er das Unternehmen zum Mißlingen bringen wollte, zu vereiteln.

Später erfuhr ich, daß Martin Alonso sich die Angaben eines jener Indianer zunutze machen wollte, die an Bord der „Pinta“ geschickt worden waren, und der ausgesagt harte, daß auf der Baneqe genannten Insel viel Gold zu finden sei. Martin Alonso gedachte daher, sich den Vorteil seines schnelleren Schiffes nicht entgehen zu lassen und wollte jene Insel auf eigene Faust ansteuern, indem er mich im Stiche ließ, während ich noch längs der lnsel Juana auf der Spanischen Insel aufzukreuzen plante, da beide auf der östlichen Fahrtrichtung lagen. Als er auf der Insel Baneque anlegte und dort kein Gold zu finden war, se zelte er nach den Küsten der Spanischen Insel, von der ihm andere Indianer, die sie Bohío nannten, Kunde gebracht und behauptet hatten, daß dort Gold und Goldminen in Überfülle vorhanden seien. Zu diesem Zwecke war er, ungefähr zwanzig Tage zuvor, bis auf 60 Seemeilen an den Ort Navidad herangefahren. Daraus folgt, daß die von den Indianern überbrachte Nachricht über das Wiederauftauchen der „Pinta“ durchaus zutreffend war, daß aber die Karavelle schon wieder abgefahren sein mußte, als das vom „cacico“ Guacanagarí entsandte Kanoe den angegebenen Ort erreichte.

Die „Pinta“ hat auf dem Tauschwege reichlich viel Gold gesammelt. Für ein kurzes Bändchen gaben die Indianer Goldstücke von der Größe zweier Finger, ja manchmal auch von der Größe einer Hand. Die Hälfte davon behielt Martin Alonso für sich zurück, den Rest verteilte er unter seine Mannschaft. An die Herrscher Spaniens gewandt, fährt der Admiral in seinem Bericht fort: „Auf diese Weise, Erlauchteste Fürsten, erkannte ich den wundersamen Willen Gottes, gerade an jenem Orte mein Schiff zu verlieren, da er der bestgeeignetste der ganzen Insel ist, um eine Niederlassung zu gründen in nächster Nähe der Goldminen.“

Hinter der Insel Juana soll gegen Süden eine andere große Insel liegen, wo Gold in größeren Mengen vorkommt als dies hier der Fall ist, und wo man bohnengroße Stücke einsammelt während die Goldstücke der Goldminen auf der Spanischen Insel nur die Größe eines Getreidekorns haben. Jene Insel soll Yamaye genannt werden (Jamaika). Weiter gegen Osten zu soll sich nach den Berichten mehrerer Personen eine Insel befinden, auf der nur Frauen leben. Die Spanische Insel und die Insel Yamaye sind vom Festland aus in zehn Tagreisen mit einem Kanoe zu erreichen, was einer Entfernung von 240 oder 280 Seemeilen gleichkommt; die Bevölkerung ist hier bekleidet.

Montag, den 7. Januar

Heute wurde ein Leck, das an der Schiffswand der „Niña“ entstanden war, verstopft und die ganze Karavelle frisch geteert. Die Matrosen gingen an Land, um Holzvorräte einzubringen und fanden viel Mastix und Aloe.

Dienstag, den 8. Januar

Heute gingen wir nicht in See wegen des allzu heftigen Ost- und Südostwindes. Infolgedessen gab ich Befehl, die Schiffe mit dem für die Dauer der Rückfahrt nötigen Vorrat an Holz und Wasser und anderem zu versehen, da ich bei Einhaltung meiner Fahrtrichtung dennoch den Wunsch hegte, so weit als möglich die Küsten der Spanischen Insel zu erforschen. Allein ich konnte mein Vorhaben nicht in die Tat umsetzen, da jene Männer, die ich als Kapitäne der Karavelle eingesetzt hatte, nämlich die Brüder Martin Alonso und Vicente Janez Pinzón und ihre Gefolgsleute, aus Habgier und Eigendünkel alles für sich in Anspruch nehmen zu müssen glaubten und die Auszeichnung, von mir zu meinen Gefährten auserwählt worden zu sein, nicht zu würdigen verstanden und meinen Befehlen weder früher noch jetzt nachkamen. Sie ließen sich sogar so weit hinreißen, aus Haß die ungebührlichsten Dinge zu behaupten und zu tun. Martin Alonso hat mich in der Zeit vom 21. November bis 6.Januar ohne jeden triftigen Grund im Stiche gelassen, einzig und allein, um mir seinen Gehorsam zu verweigern. Ich hatte alle diese Unbotmäßigkeiten geduldig hingenommen, um das Unternehmen zu gutem Ende bringen zu können. Anderseits aber konnte ich es nicht erwarten, diese böswillige Gesellschaft loszuwerden, der gegenüber man sich genötigt sah, gute Miene zum bösen Spiel der andauernden Gehorsamsverweigerung zu machen. In Anbetracht dessen hielt ich es für zweckmäßig, wiewohl ich ja auch anständige Leute um mich hatte, mich um die Bestrafung der Schuldigen nicht zu bekümmern, sondern so schleunigst als möglich und ohne jeden weiteren Aufenthalt nach Kastilien zurückzufahren.

Ich bestieg mein Boot und fuhr damit zu jenem Fluß, der vier Seemeilen süd-südöstlich vom Monte Christo verläuft. Dorther holten die Matrosen den nötigen Wasservorrat. Ich konnte feststellen, daß an der Mündung des Flusses, die breit und tief ist, der Sandstrand erstaunlich viel Gold aufwies, auch wenn die Körner winzig klein waren. Wahrscheinlich wird das Gold auf seinem Wege von den Quellen des Flusses bis zu seiner Mündung in der Weise zerrieben. Zwar fand ich auch zahlreiche Goldkörner von der Größe einer Linse, doch die überwiegende Menge Goldkömer war so feinkörnig wie Goldstaub.

Da die See hoch ging und das Meerwasser sich mit dem Süßwasser vermischte, erteilte ich Befehl, den Fluß so weit stromaufwärts zu fahren, bis man Trinkwasser fände Vom Boot aus wurden die Fässer mit Wasser gefüllt. Bei der Rückkehr zu den Karavellen fanden die Matrosen sogar längs der Faßringe zahlreiche Goldstücke. Ich benannte diesen Fluß Goldstrom; oberhalb seiner Mündung hat er eine ausreichende Wassertiefe und ist vom Orte Navidad 68 Seemeilen entfernt. Dazwischen münden noch weitere große Flüsse ins Meer2, von denen drei besonders hervorzuheben sind, weil ich der Ansicht bin, daß dort noch viel mehr Gold zu finden sei als in dem von mir erforschten Flußlauf. Sie sind größer als der Goldstrom, obwohl dieser fast so breit ist wie der Guadalquivir auf der Höhe von Cordova. Doch nahm ich von jenem goldhaltigen Sande nichts mit mir, da Ihre Hoheiten in unmittelbarer Nähe ihrer Ortschaft Navidad bereits große Mengen davon besitzen. Ferner wollte ich keine Zeit mehr verlieren, war es mir doch darum zu tun, mich mit vollen Segeln auf die Heimfahrt nach Spanien zu machen, um rasche Kunde über alle meine Tagen bringen und die zuchtlosen Gesellen loswerden zu können.

Mittwoch, den 9. Januar

Gegen Mitternacht ging ich mit südöstlichem Wind in See und erreichte ein Vorgebirge, das ich „Punta Roja“ benannte, welches genau 60 Seemeilen östlich vom Monte Christo liegt. Drei Stunden vor Sonnenuntergang ging ich dort vor Anker. Zur Nachtzeit wollte ich diesen geborgenen Ort nicht verlassen, da sich im Umkreis zahlreiche Klippen befanden, die gefährlich werden konnten, solange sie noch nicht erforscht waren.

Die ganze Umgegend vom Monte Christo bis zu jenem Ankerplatz ist eine Hochfläche, von fruchtbaren Landstrichen durchsetzt; ihr zur Seite erheben sich eindrucksvolle Gebirgszüge, die von Osten nach Westen verlaufen, zur Gänze angebaut und das Ursprungsgebiet zahlreicher Flußläufe sind.

Längs der ganzen Küste gibt es zahlreiche Schildkröten, deren Rückenpanzer so groß wie ein Schild ist. Die Matrosen fingen einige von ihnen, die an Land gekrochen waren, um dort ihre Eier zu legen.

Mit Hilfe Gottes will ich in dieser Nacht die Rückreise antreten, ohne mich durch irgend etwas davon abhalten zu lassen, da ich ja das Gesuchte gefunden hatte und mich mit Martin Alonso in keine Auseinandersetzungen einlassen wollte, solange Ihre Hoheiten von den Ergebnissen meiner Seefahrt nicht unterrichtet worden waren.

Dann werde ich keine Beleidigungen mehr zu erdulden haben, die mir böswillige und schlechte Menschen zufügen, indem sie ohne jede Rücksichtnahme ihren eigenen Willen gegen denjenigen zur Geltung bringen wollen, der ihnen eine so große Ehre hatte zuteil werden lassen.

Donnerstag, den 10. Januar

In den ersten Morgenstunden verließ ich meinen Ankerplatz und gelangte zu einem 12 Seemeilen gegen Südosten gelegenen Fluß, den ich Rio di Grazia (Gnadenfluß) benannte.‘ An seiner Mündung, wo sich gegen Osten zu ein guter Ankerplatz bot, ging ich vor Anker. Bei der Einfahrt stößt man auf eine Felsbank, die knapp unter der Meeresoberfläche liegt; im Innern aber ist der Hafen sehr günstig und wohl geborgen, jedoch vom Bohrwurm (Schiffswurm) verseucht. Die Karavelle „Pinta“ war wegen ihres sechzehntägigen Aufenthaltes in jenen Gewässern, um im Tauschwege Gold zu sammeln, wonach es Martin Alonso einzig und allein gelüstete, arg mitgenommen worden. Letzterer hatte sich erst dann entschlossen, mir entgegenzufahren, als er von den Indianern erfuhr, daß ich mich an der Küste der Spanischen Insel aufhielt und er mir daher nicht mehr aus dem Wege gehen konnte.

Pinzón hätte es gerne gesehen, daß alle Männer der „Pinta“ den Schwur ablegten, nicht länger als sechs Tage sich dort aufgehalten zu haben, doch war die Böswilligkeit jenes Menschen eine so offenkundige Tatsache, daß sie nicht zu verheimlichen war. Er hatte ein Gesetz erlassen, demzufolge er die Hälfte des Goldes, das man im Tauschwege oder anderweitig erwarb, für sich selbst in Anspruch nahm. Nicht genug damit ließ er nach seiner Abfahrt vier Indianer und zwei Mädchen mit Gewalt an Bord schleppen. Ich erteilte den Befehl, diese Eingeborenen zu kleiden und dann wieder an Land zu setzen, damit sie zu ihren Siedlungen zurückkehrten.

Nur so kann man Euren Hoheiten dienen, da Männer und Frauen Euren Hoheiten gehören, handle es sich um die Bewohner dieser oder anderer Inseln. Hier aber, wo Eure Hoheiten bereits eine Niederlassung ihr Eigen nennen und eine so große Fülle Goldes, fruchtbares Ackerland und Gewürze vorhanden sind, muß die Bevölkerung noch mehr geachtet und geehrt werden.

Freitag, den 11. Januar

Um Mitternacht erfolgte unsere Ausfahrt aus dem Rio di Grazia unter günstigem Landwind. Wir fuhren 16 Seemeilen weit in östlicher Richtung bis zu einem Kap, das ich Bel Prato benannte (Schöne Wiese). 32 Seemeilen weiter gegen Südosten erhebt sich ein Berg, dem ich den Namen Monte de la Plata (Silberberg) gab.

72 Seemeilen weiter östlich vom Kap Bel Prato erhebt sich das von mir so benannte Cabo de lo Angel (Engelskap). Zwischen diesem und dem Silberberg liegen eine Bucht und die schönsten Ländereien, lauter Hochflächen, die weit ins Innere des Landes reichen. Jenseits davon erstreckt sich eine große schöne Gebirgskette, die von Osten nach Westen verläuft. Zu Füßen des Berges öffnet sich ein guter Ankerplatz, dessen Einfahrt 14 Spannen breit ist. Die ganze Umgegend ist reich besiedelt und muß meiner Ansicht nach sehr fluß- und goldreich sein. Östlich vom Engelskap, in einer Entfernung von 16 Seemeilen, zeichnet sich eine Landzunge ab, die ich Punta de lo hierro (Eisenspitze) nannte; noch weiter östlich erhebt sich ein Vorgebirge, dem ich die Bezeichnung Punta Secca gab. Weitere 24 Seemeilen gegen Osten zu liegen das „Runde“ und anschließend das „Französische Kap“.

Samstag, den 12. Januar

Vier Seemeilen davon entfernt befindet sich das Cabo del Buen Tiempo (der guten Zeit), weiter südlich davon folgt ein zweites Kap, dem ich den Namen Cabo despenado (Steilkap) gab. An j einem Tage legte ich eine weite Strecke zurück, da Wind und Strömungen mein Vorwärtskommen beschleunigten. Wegen der Untiefen zog ich es vor, nicht vor Anker zu gehen, sondern mit geschlossenen Segeln über Nacht beizuliegen. In den ersten Morgenstunden fuhr ich mit heftigen Windböen in östlicher Richtung weiter und legte auf diese Weise bis zum Sonnenuntergang insgesamt 44 Seemeilen zurück.

Dann sichtete ich in einer Entfernung von 48 Seemeilen gegen Süden zu Land, auf das ich zuhielt. Da ich meine Schiffe keiner Gefahr aussetzen wollte, so legte ich im Verlaufe der Nacht nur 28 Seemeilen in nordnordöstlicher Richtung zurück. Ein dicht daneben befindliches Kap benannte ich „das Kap des Vaters und des Sohnes“, da es im äußersten Osten zwei große vereinzelte Klippen, eine größer als die andere, aufwies. Acht weitere Seemeilen gegen Osten zu entdeckte ich eine geräumige, schöne Bucht, die von zwei Bergen umschlossen war, wodurch ein sehr vorteilhaft gelegener Ankerplatz gebildet wurde,

der eine leichte Einfahrt bot. Da es noch früh am Morgen war und ich keinen Aufschub erleiden wollte, zudem die Winde in diesen Gewässern meist von Osten kamen, während jetzt ein aus Nord-Nordwesten kommender Wind blies, so gedachte ich nicht, mich hier aufzuhalten.

Mithin setzte ich meine Fahrt gegen Osten bis zu einem sehr hohen Kap fort, das allenthalben steil zum Meere abfiel und dem ich den Namen Cabo Enamorado gab (Kap der Sehnsucht). Dort angelangt, entdeckte ich ein weiteres Kap, das sehr hoch und rund und ganz aus nacktem Fels gebildet war; es glich in seinen Formen dem Kap von San Vincenzo in Portugal und lag etwa 12 Seemeilen östlich vom Kap der Sehnsucht.

Auf der Höhe des letztgenannten Vorgebirges angelangt, sichtete ich in dessen Nachbarschaft eine breite Bucht, in deren Mitte eine kleine Insel lag. Hier ging ich bei einer Meerestiefe von 12 Faden vor Anker, schickte das Boot an Land, um Süßwasser zu beschaffen und festzustellen, ob man an die Eingeborenen herankommen konnte; diese jedoch ergriffen samt und sonders die Flucht.

Ich hielt mich auch aus dem Grunde hier auf, um mich zu vergewissern, ob das vor meinen Augen liegende Land tatsächlich zur Spanischen Insel gehörte oder ob dieser Golf nicht, wie ich zunächst angenommen hatte, ein Kanal sei, der die genannte Insel von einer zweiten Insel schied; denn es erschien mir kaum glaubhaft, daß die Spanische nsel eine derartige Ausdehnung habe.

Sonntag, den 13. Januar

Ich vermochte nicht, aus dieser Bucht auszufahren, da der dazu unerläßliche Landwind ausblieb. Doch wollte ich von hier fortfahren, um einen günstigeren Ankerplatz ausfindig zu machen, da der gegenwärtige Ankerplatz keine hinreichende Zuflucht bot. Überdies beabsichtigte ich auch, zu beobachten, welche atmosphärischen Ergebnisse die Konjunktion des Mondes mit der Sonne, die ich für den 17. des Monats erwartete ferner die Opposition des Mondes mit Jupiter, dessen Konjunktion mit Merkur, und schließlich die Opposition der Sonne mit dem Planeten Jupiter, zeitigen würden. Alle diese astronomischen Erscheinungen pflegen starke Winde hervorzurufen.

Derweilen schickte ich das Boot an Land, nach einem schönen Strande, wo die Matrosen „ajes“ zum Essen sammeln sollten. Diese stießen dabei auf einige mit Bögen und Pfeilen ausgerüstete Männer, mit welchen sie sich in ein Gespräch einließen und denen sie zwei Bogen und zahlreiche Pfeile abkauften. Die Spanier ersuchten einen von ihnen, sich an Bord der Karavelle „Niña“ zu begeben, um mit mir zu sprechen, was dieser auch tat.

Dieser Eingeborene hatte weitaus häßlichere Gesichtszüge als alle bisher angetroffenen Indianer. Sein Gesicht war gänzlich mit Kohle geschwärzt womit er nur dem allgemeinen Brauch dieser Leute folgte, die sich mit allen möglichen Farben zu bestreichen lieben. Er trug langes Haupthaar, das in einen einzigen Knoten nach hinten zu gebunden und in einer Art Netz aus Papageienfedern steckte. Er war nackt wie alle seinesgleichen. Ich war der Meinung, daß es sich um einen Angehörigen der Caribi handelte, die Menschen fressen, und daß die Einbuchtung. die ich tags zuvor gesehen, und die das Land in zwei Teile zu gliedern schien, in Wahrheit ein Kanal sei, der eine zweite Insel absonderte.

Ich erkundigte mich bei diesem Eingeborenen nach den Caribi. wobei ich nach dem Lande hindeutete, das man gegen Osten zu sah und das ich gestern vor der Einfahrt in Bucht beobachtet hatte. Der Indianer gab mir zur Antwort, daß dort viel Gold zu finden sei, indem er mit derHand nach dem Hinterschiff wies, das ziemlich groß war, als wollte er damit sagen, daß es dort Goldstücke von dieser Größe gebe. Dieser Eingeborene gebrauchte, um Gold zu bezeichnen, den Ausdruck „tuob“, während die Bezeichnungen „caona“ und „nozay“, die von den Indianern der zuerst erforschten Inselteile, beziehungsweise von den Bewohnern San Salvadors und jenen der anderen Inseln dafür gebraucht wurden, nicht geläufig waren. Ferner wußte er zu berichten, daß die Insel Matinino zur Gänze von Frauen bevölkert sei, ohne einen einzigen Mann, und daß sie reich an „tuob“ sei, worunter er Gold und Kupfer verstand; sie läge weiter östlich als Canib. Er sprach auch von einer Insel mit Namen Guanin, wo viel Gold zu finden sei. Von diesen Inseln hatte ich bereits früher von anderer Seite Kunde erhalten.

In den bisher aufgesuchten Gegenden lebten die Eingeborenen alle in steter Angst vor den Bewohnern von Carib, das auch Caniba genannt wurde, auf der Spanischen Insel aber Carib hieß. Ich glaube, daß dies wagemutige Männer sein müssen, da sie bis zu allen diesen Inseln vordrangen und die Menschen, deren sie habhaft werden konnten, verzehrten.

Ich vermochte im Laufe meines Gespräches mit dem Indianer einige seiner Ausdrücke zu verstehen, so daß ich mir über einige Dinge klar wurde; immerhin waren die an Bord befindlichen Indianer imstande, ihn trotz der Verschiedenartigkeit der Sprache, was mit der großen Entfernung ihrer Heimatländer zusammenhing, noch besser zu verstehen.

Ich ließ dem Indianer Speisen reichen und schenkte ihm ein Stück grünen und roten Stoffes, sowie Glasperlen, alles Dinge, die bei den Eingeborenen in hohem Kurs standen. Hierauf befahl ich, ihn an Land zu schaffen, nicht ohne ihm vorher eingeschärft zu haben, Gold aufs Schiff zu bringen, wenn er solches auftreiben konnte; denn daß am Orte Gold vorhanden sein mußte, glaubte ich aus einigen Kleinigkeiten dieses Edelmetalles, die der Eingeborene auf sich trug, schließen zu können.

Als das Boot an Land stieß, tauchten hinter den Bäumen zumindest 55 vollkommen nackte Männer auf, sie hatten langes Haar, wie die Frauen Kastiliens, und trugen einen nach hinten herabhängenden Kopfschmuck aus Papageienfedern. Jeder von ihnen war mit einem Bogen ausgerüstet.

Der Indianer stieg an Land und bewog seine Landsleute, Bogen und Pfeile niederzulegen, sowie auch einen Stock, der wie ein sehr schwerer …. 4 ist und ihnen als Schwert dient. Schließlich kamen sie ans Boot heran, während die darin befindlichen Spanier an Land gingen und Bogen, Pfeile und andere Waffen der Eingeborenen aufzukaufen begannen, wie ich es ihnen geheißen hatte. Als sie all das veräußert hatten, wollten sie nichts mehr hergeben und machten sogar Miene, die Christen anzugreifen und zu fangen Sie liefen also mit Windeseile zu jener Stelle zurück, wo sie Bogen und Pfeile niedergelegt hatten, und .Kehrten dann zu den Christen zurück, Stricke in den Händen haltend, mit denen sie sie festbinden wollten. Allein die Christen waren auf ihrer Hut, meiner Worte eingedenk, mit denen ich ihnen größte Vorsicht eingeschärft hatte. Als sie die heranstürmenden Indianer gewahrten, gingen sie selbst zum Angriff über, wobei sie einem Indianer mit einem Spieß ins Hinterteil fuhren, während ein zweiter an der Brust von einem Pfeilschuß verletzt wurde. Angesichts ihres Mißerfolges ergriffen die Indianer die Flucht, Bogen und Pfeile am Boden verstreut zurücklassend, obzwar mehr als 50 ihresgleichen nur sieben Spaniern gegenübergestanden hatten. Die Christen hätten ein wahres Blutbad angerichtet, wenn der befehlhabende Kapitän sie nicht daran gehindert hätte, indem er die Anordnung gab, das Boot zu besteigen und zur Karavelle zurückzurudern.

Als ich davon Kunde erhielt, war ich einesteils verstimmt, anderseits aber freute ich mich darüber, denn es erschien mir erwünscht daß die Inselbewohner von den Christen eingeschüchtert würden. Ohne Zweifel führten diese Indianer Böses im Schilde, gehörten sie doch zum Stamme Caribs, die Menschenfresser waren. Wenn also das Boot jener 39 Männer, die ich in der Festung und Ortschaft Navidad zurückgelassen hatte, bis hierher vordringen sollte, so würden diese Wilden es nicht mehr wagen, die an Land gestiegenen Spanier zu überfallen. Falls diese Krieger nicht zum Stamme der Caribi gehören, so müssen sie zumindest nicht weit von den letzteren seßhaft sein, dieselben Gebräuche haben und furchtlose Leute sein, darin sich von allen anderen Inselbewohnern sehr unterscheidend, die ganz besonders feige und wehrlos sind.

Gerne hätte ich einige von ihnen eingefangen. Wie die Bewohner der Spanischen Insel, entzündeten diese Indianer zahlreiche Feuer.

Montag, den 14. Januar

Im Laufe der Nacht wollte ich einige Leute ausschicken, um die Behausungen dieser Indianer auszuforschen und einige von ihnen festzunehmen, da ich sie für Caribi hielt. Allein heftige Ost- und Nordostwinde und hoher Seegang vereitelten mein Vorhaben. Des Morgens aber sahen wir von unseren Schiffen aus eine Menge jener Wilden am Strande hingelagert. Daraufhin ließ ich ein Boot mit wohlbewaffheten Männern sich dem Lande nähern. Alsogleich machten sich die Eingeborenen ans Hinterteil des Bootes heran, ihnen voran jener Indianer, der tags zuvor an Bord der „Niña“ gekommen war und den ich beschenkt hatte. Unter ihnen befand sich auch ein „cacico“ der dem erwähnten Indianer einige Steine gereicht hatte,

um sie den Bootsinsassen zum Zeichen des Friedens und der Sicherheit zu überreichen. Dieser „cacico“ bestieg mit drei seiner Leute das Boot und begab sich an Bord der Karavelle. Ich bewirtete sie auf das zuvorkommendste und schenkte dem „cacico“ eine rote Kappe, Glasperlen und ein Stück roten Stoffes, wovon er auch seinen Begleitern etwas abgab. Der „cacico“ versprach daraufhin, am kommenden Tage eine Goldmaske bringen zu wollen und erklärte, daß sowohl hier, wie in Carib und Matinino, viel 1 Gold vorhanden sei. Dann entließ ich diese Indianer, die sich glücklich und zufrieden an Land begaben. Die beiden Karavellen machten am Kiel viel Wasser. Schuld daran sind die Teerer von Palos, die die Schiffe sehr schlecht verpicht und sich auf und davon gemacht hatten, als sie merkten, daß ich hinter den Schwindel gekommen war und sie heranziehen wollte, es wieder gutzumachen. Trotz des undichten Zustandes der Schiffe hoffe ich, daß der Allmächtige, der mir die Überquerung des Ozeans heil und sicher gestattete, mir nun auch bei meiner Rückfahrt mit seinem Erbarmen zur Seite stehen werde. Denn dem allgütigen und allwissenden Herrgott war es wohlbekannt, wieviel Mißhelligkeiten ich zu überwinden gehabt hatte, ehe ich Kastilien verlassen konnte, als niemand da war, der meinem Vorhaben wohlgeneigt war, außer dem Allmächtigen, der mein Innerstes erkannt hatte, und Ihre Hoheiten, die Beherrscher Spaniens.

Alle diese Widerwärtigkeiten brachten es mit sich, daß Eure Hoheiten ein Einkommenszuschuß von hundert Millionen entging‘, nachdem ich in Ihre Dienste getreten war, also mit dem 20. dieses Monats seit sieben Jahren, ganz zu schweigen von der Ertragserhöhung, die man von heute ab mit dieser Summe erzielen könnte. Gott der Allmächtige wird auch hierfür eine Abhilfe zu finden wissen.

Dienstag, den 15. Januar

(Der Admiral bekräftigt seine Absicht, die Rückreise anzutreten, da ein weiterer Aufenthalt vollkommen zwecklos wäre, in Anbetracht des Vorgefallenen. Wahrscheinlich meinte der Admiral damit den Zwischenfall mit den Indianern.)

Am heutigen Tage wurde mir hinterbracht, daß das ausgiebigste Goldvorkommen in der Umgegend der Ortschaft Navidad zu finden sei, die ja bereits zum Besitz Ihrer Hoheiten gehört. Auf den Inseln Carib und Matinino sei viel Kupfer, doch würde seine Gewinnung in Carib sich nicht so einfach gestalten, da dessen Bewohner Menschenfresser seien. Von hier aus konnte ich die Insel Carib, die ich unbedingt aufsuchen wollte, recht gut sehen. Matinino sei nur von Frauen bewohnt. Beide Inseln wollte ich aufsuchen und einige ihrer Bewohner mit mir nehmen.

Derweil entsandte ich mein Boot an Land, doch ließ sich der „cacico“ des Ortes nicht blicken, da seine Ortschaft weit entfernt von hier lag; doch hielt er sein Versprechen und sandte mir seine Goldkrone. Außerdem fanden sich zahlreiche Eingeborene ein, die Baumwolle, Brot und Bogen und Pfeile mitbrachten. Nachdem sie dies ausgetauscht hatten, kamen vier junge Burschen an der Karavelle. Da ich annahm, daß sie über alle Inseln Bescheid wußten, die sich gegen Osten zu auf dem Wege befanden, den ich selbst einzuschlagen gedachte, so beabsichtigte ich, sie nach Kastilien mitzunehmen.

Die Bewohner dieser Gegend hatten weder Eisen noch ein anderes bekanntes Metall, obgleich man nach so kurzem Aufenthalte nur wenig über Land und Leute in Erfahrung bringen konnte, wenn man außerdem bedenkt, daß ich die Sprache der Eingeborenen nur andeutungsweise verstand, während die Indianer in so kurzer Zeitspanne nicht das Spanische so zu erlernen vermocht hatten, wie ich es gern gesehen hätte.

Die Bogen der Eingeborenen waren so groß wie jene, die man in Frankreich und England verwendet, während die Pfeile und Spieße denen der andern Inselbewohner glichen. Sie werden aus den Enden junger Rohre, die ganz gerade und eineinhalb oder zwei Ellen lang sind, angefertigt. Ihre Spitze bildet ein kurzer, scharf zugespitzter Stab, der etwas über eine Handbreite lang ist, an dessen Stelle andere einen Fischzahn oder einen Grashalm setzten. Sie schleudern sie in einer Art und Weise, die den davon Betroffenen nicht viel antun kann.

Hier gab es viel Baumwolle, Mastix, auch Gold und Kupfer. Meiner Ansicht nach waren die Bogen aus Eibenholz verfertigt. Überdies fanden wir viel „axi“ – einheimischer Pfeffer -, der viel würziger schmeckte als der in Spanien verwendete; alle Speisen wurden damit gewürzt, was der Gesundheit sehr zuträglich sein soll. 50 Karavellen ließen sich jährlich damit voll beladen.

In der Bucht, wo wir vor Anker lagen, fand ich viel von jenem Gras vor, dem wir auf unserer Ozeanfahrt begegnet waren, woraus ich schließen zu können glaubte, daß in geradliniger östlicher Richtung von den bereits entdeckten Inseln aus weitere Inseln liegen mußten, da diese Grasart nur an Stellen geringer Meerestiefe, also in Landnähe, vorkommt. Wenn dies zutreffend ist, dann müßten diese indischen Inseln nicht allzuweit von den Kanarischen Inseln liegen, und zwar in einer Entfernung von weniger als 1600 Seemeilen.