Empörung

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Das Denkmal für Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau in Fulda.

Ich muss mal meiner Empörung Luft machen. Als ich vor einiger Zeit in Fulda war, bin ich auf ein Denkmal für Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau (1772-1843), Fürst von Nassau-Oranien-Fulda und von 1815 bis zu seinem Tod erster König der Niederlande (Wikipedia-Eintrag 🔗), gestoßen. Dass in einer Stadt ein Denkmal für ihren ehemaligen Regenten steht, ist ja nichts Ungewöhnliches. Aber dieses Denkmal wurde 2014 neu errichtet, unter anderem unter Beteiligung der Stadt Fulda. Das kann doch nicht wahr sein: Eine demokratische Institution huldigt einem adligen Herrscher.

 

Das Denkmal steht auf einer Verkehrsinsel in der Nähe des Doms und des Schlosses, also an einer recht exponierten Stelle, an der viele Besucher der Stadt vorbeikommen. Es besteht aus einer schlichten eckigen Steinsäule mit einem Porträt des Geehrten in Seitenansicht als Relief. An drei Seiten gibt es Inschriften. Das weist schon rein äußerlich darauf hin, dass es sich wohl nicht um ein Monument aus dem Biedermeier handeln. Man muss dazu nicht die am Fuß des Denkmals in den Boden eingelassenen Inschriften auf Deutsch und Niederländisch gelesen haben, die auf das Jahr 2014, den Künstler und die Geldgeber hinweisen. Continue reading „Empörung“

Im Blog – #003

Alltag mit »Doctor Who«

Meine Marketingabteilung sagt, schreib was aus deinem Leben, so was wollen die Leute lesen, denn das befriedigt die natürliche Neugier. Will etwa jemand wissen, was ich morgens frühstücke oder dass ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahre und dabei mindestens einmal in der Woche klatschnass werde (hier in Ostfriesland regnet’s eben viel)?

Zu meinem Alltag gehört momentan, dass ich auf Einsfestival »Doctor Who« 🔗 gucke, das erste Mal überhaupt. Wirklich, ich habe bisher noch keine einzige Folge über den extravaganten Doktor und seine Tardis gesehen. Fernsehen hat mich nie besonders interessiert, ich habe schon als Kind ein spannendes Buch der Glotze vorgezogen. Von den ganzen SF-Serien, die in den vergangenen Jahren im TV gezeigt wurden, habe ich nichts gesehen, ich kenne nicht einmal die Serientitel. »Doctor Who« ist ganz witzig, manchmal auch originell. Aber wenn ich, wie gestern Abend, eine Folge verpasse, ist das auch kein Beinbruch.

Branchentreffen der Phantastik-Autoren

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Im Blog – #002

Aus für »Biom Alpha«

Am Sonntag wurde es auf der frisch aus der Taufe gehobenen Website https://biomalpha.wordpress.com 🔗 verkündet: Der Wurdack-Verlag stellt die Serie »Biom Alpha« wegen der geringen Verkaufszahlen nach drei Episoden ein. Die Autoren wollen aber die restlichen Episoden der ersten Staffel, die schon weitgehend fertiggeschrieben sind, im Selbstverlag herausbringen. »Biom Alpha« war/ist eine SF-Serie, an der mehrere Autoren gemeinsam schreiben, darunter Uwe Post, Uwe Hermann und Niklas Peinecke. Ich hatte Band 1 gelesen und fand ihn nicht so gut, dass ich mehr davon wollte (meine Rezension »Griff in die Klischee-Mottenkiste« 🔗). Auf der Website des Wurdack-Verlags sind bereits alles Spuren von »Biom Alpha« getilgt, die E-Books sind auch nicht mehr über Online-Shops zu bekommen.

Auf dem Dortcon im März vergangenen Jahres verrieten Uwe Hermann (links) und Uwe Post ein wenig über das Projekt »Biom Alpha«.
Auf dem Dortcon im März vergangenen Jahres verrieten Uwe Hermann (links) und Uwe Post ein wenig über das Projekt »Biom Alpha«.

Buch in Arbeit: Hör auf die Lektorin!

Ende März soll meine erste Kurzgeschichten-Sammlung mit dem Titel »Zeit für die Schicht« herauskommen. Ich liege in den letzten Zügen, was die Umsetzung der Lektoratsarbeit angeht. Meine Erfahrung: Hör auf die Lektorin – aber nur, wenn sie recht hat! Es gibt schon eine Leseprobe (siehe linke Spalte).

Con im Schatten des Doms

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