Ein Tag mit Perry Rhodan in Osnabrück

Beschreibung Hier geht’s lang zum 1. Perry-Rhodan-Tag in Osnabrück.
Hier geht’s lang zum 1. Perry-Rhodan-Tag in Osnabrück.

Dies ist mein Post zum 1. Perry-Rhodan-Tag 2015 in Osnabrück.

Vor vielen, vielen Jahren war ich mal beruflich auf einer Tagung von Briefmarkensammlern. Die Philatelisten warfen da mit Michel-Nummern (Michel ist der Name eines Verlags, der Briefmarkenkataloge herausgibt) und Ausdrücken wie Plattenfehler, Fehlfarben, Zähnung oder Bogenrändern nur so um sich. Da versteht man als Außenstehender nicht mal Bahnhof. So ähnlich ist es mir bei einigen Gesprächen gegangen, denen ich am 16. Mai auf dem 1. Perry-Rhodan-Tag in Osnabrück gelauscht habe. Dabei bin ich nicht mal Außenstehender, sondern Altleser (seit 1970). Aber ich gehöre zu den Leuten, die sich lieber die Briefmarken ansehen bzw. – um jetzt endgültig ins Perryversum zu wechseln – eine gute Geschichte lesen wollen.
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Das Heft in der Hand

Heftromane

Heinz J. Galle: Volksbücher und Heftromane, Band 1. Der Boom nach 1945 — von Billy Jenkins bis Perry Rhodan. Hardcover (laminierter Pappband, Lesebändchen), 2. Auflage 2009, 278 S., 115 Abb., davon 52 ganzseitig in Farbe, Literaturverzeichnis, Register. 37,50 €  – ISBN 978-3-940679-21-5

Seit meiner lange zurückliegenden Jugend lese ich zur Unterhaltung Heftromane, von mir immer liebevoll als »Schundhefte« bezeichnet, allerdings nur Science-Fiction und dabei überwiegend »Perry Rhodan«. Über diese spezielle Literaturgattung hat der Sammler Heinz J. Galle vor einigen Jahren das dreibändige Werk »Volksbücher und Heftromane« verfasst, dessen erster Band sich mit dem für mich interessanten Zeitraum nach 1945 befasst. Als ich jetzt beim Dortcon in Dortmund war und dort an einem Stand das Buch sah, habe ich sofort zugegriffen, obwohl der Preis von 37,50 Euro recht ordentlich ist.

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»Promet« kommt nicht richtig in Fahrt

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Christian Montillon: Aufbruch (Raumschiff Promet. Von Stern zu Stern. Band 1). Blitz-Verlag. ISBN 978-3-89840-344-3. 160 Seiten, 12,95 Euro.

Offenbar weitgehend unbemerkt selbst vom harten Kern des deutschen Science-Fiction-Fandoms hat der Blitz-Verlag mit einem Relaunch der »Raumschiff Promet«-Reihe, eines Klassikers der 70er Jahre, begonnen. Dabei wurde der erste Band, »Aufbruch«, von Christian Montillon geschrieben, immerhin Chefautor der Perry-Rhodan-Serie, des Dauerbrenners der deutschen SF.

»Raumschiff Promet« war 1972 von Kurt Brand an den Start gebracht worden – einer von mehreren gescheiterten Versuchen, Konkurrenz für Perry Rhodan aufzubauen. Nach 65 Folgen war Schluss. Die Romane hatten aber ihre Fans; 25 Jahre später gab es im Blitz-Verlag eine Neuauflage der alten und danach eine Fortsetzung mit neuen Romanen. Nun also ein weiterer Versuch, den »Promet« zum Fliegen zu bekommen.

So richtig geht es aber nicht ab. Der Plot atmet den Geist der 50er Jahre: Der menschenähnliche Außerirdische Arn Borul, Ziehsohn eines genialen Wissenschaftlers, havariert mit seinem Raumschiff in der Nähe des Mondes und wird von Peet Orell, dem Sohn eines stinkreichen Raumschifffabrikanten, und dessen Freunden gerettet, vor der Öffentlichkeit versteckt und aufgepäppelt. Die beiden werden Freunde und erleben an Bord des Raumschiffs »Promet« gemeinsam Abenteuer.

So schlicht wie die Handlung ist Montillons Erzählweise. Dabei kann er es eindeutig besser. Das Team muss noch einige Schippen drauflegen, damit der »Promet« in Fahrt kommt.

(Ostfriesen-Zeitung, 29.11.2013)

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