Man spricht Plattdeutsch

plattLieber Ostfriesland-Besucher, wenn du das erste Mal hierher kommst und die Einheimischen nicht verstehst, wenn sie sich unterhalten, liegt es daran, dass sie Plattdeutsch reden (und nicht Holländisch, wie manch Ahnungsloser sich schon mal lautstark wundert). Die niederdeutsche Mundart ist hier noch verhältnismäßig weit verbreitet und vor allem auf den Dörfern die tägliche Umgangssprache. Aber keine Angst – die allermeisten Ostfriesen sprechen Hochdeutsch, viele sogar besser als Platt, so dass du überall gut zurechtkommen solltest. Continue reading „Man spricht Plattdeutsch“

Die ostfriesischen Berge

Ostfriesland ist sehr flach. Die Berge sind nur Hügel, und die höchste Erhebung ist eine Düne.

Der Plytenberg in Leer ist ein künstlicher Hügel.
Der Plytenberg in Leer ist ein künstlicher Hügel.

Auf den ersten Blick ist Ostfriesland vor allem eins: flach. Es gibt dort keine Berge, nicht einmal Hügel oder nur wenige besonders auffällige Höhenunterschiede, zumindest im Vergleich mit anderen Gegenden. Der Ostfriese sieht das ein bisschen anders. Für ihn ist jede kleine Erhöhung ein Berg (auf Plattdeutsch Barg). Davon zeugen zahlreiche Ortsnamen wie Voßbarg (Fuchsberg; westlich von Wiesmoor) oder Siebenbergen (im Nordosten von Leer). Die Namen gehen entweder auf natürliche Sandhügel oder -dünen zurück oder auf prähistorische Grabhügel.

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Ein Ziegelstein

Andreas Brandhorst: Das Kosmotop Heyne-Verlag 2014, 560 S., 14,99 € ISBN-10: 3453315448 ISBN-13: 978-3453315440 gibt's auch als E-Book
Andreas Brandhorst: Das Kosmotop
Heyne-Verlag 2014, 560 S., 14,99 €
ISBN-10: 3453315448
ISBN-13: 978-3453315440
gibt’s auch als E-Book

Manchmal muss man als Rezensent sein Versagen eingestehen. Schon seit Wochen liegt »Das Kosmotop« von Andreas Brandhorst – 559 Seiten dick und 646 Gramm schwer – unverrückbar wie ein Ziegelstein auf dem Schreibtisch. Er will wohl einfach nicht zu Ende gelesen werden. 83 Seiten habe ich geschafft, dann habe ich aufgegeben.

Infos zum Buch gibt es in »Die Zukunft«

Wer hat an der Uhr gedreht?

Die Kuckucksuhr zeigt immer die richtige Zeit an, auch wenn sie nicht ganz genau geht.
Die Kuckucksuhr zeigt immer die richtige Zeit an, auch wenn sie nicht ganz genau geht.

Heute Nacht wurde von Sommerzeit auf – nein, nicht Winterzeit, sondern auf die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) umgestellt. Bei uns spielt das keine Rolle: Alle Uhren, die keine Funkuhren sind, zeigen weiter die bisherige Zeit an.

Das heißt, sie gehen jetzt entweder vor (weil sie bis gestern Abend die »richtige« Zeit angezeigt haben) oder gehen jetzt richtig (weil sie bisher »falsch« gingen).  Weil die Uhren nie vor- oder zurückgestellt werden, hängt die angezeigte Zeit immer davon ab, zu welchem Zeitpunkt sie in Betrieb genommen oder das letzte Mal gestellt wurden.

Es gibt nur eine Ausnahme: Die Kuckucksuhr im Flur zeigt immer die »richtige« Zeit. Das liegt daran, dass sie nicht elektrisch ist und oft stehenbleibt. Dann muss sie aufgezogen und ohnehin gestellt werden.