Der Himmel hängt voller Flugzeuge

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Spuren des Luftverkehrs über unserer Straße.

Verdammt viel los über Ostfriesland. Der trockene Ostwind befreit den Himmel von den Wolken. Wenn dann die Sonne tief steht und nicht mehr alles überstrahlt, leuchten die Spuren der Flugzeuge auf. Die Luf ist so klar, dass man das Weiß im Auge der Piloten sehen kann. An einem solchen Abend wird aufgedeckt, wie viele Flugzeuge über uns unterwegs sind.

Gestern habe ich gegen 19.15 Uhr von unserer Straße aus zehn Flieger gezählt, die in der Abendsonne glänzten und einen weißen Strahl hinter sich herzogen. Dazu kamen die schon ausgefransten Kondensstreifen zahlreicher anderer Flugzeuge, die vor Kurzem vorbeigezogen sein müssen. In der trockenen, kalten Luft dort oben lösen sich die Wasserdampfschleier schnell auf.

Der Großteil der Flugzeuge, die man bei uns beobachten kann, verkehren in nordöstliche beziehungsweise südöstliche Richtung. Ostfriesland liegt direkt unter einigen Flugrouten. Gerade eben, sagt mir der Flugradar, hat ein Airbus A 320 auf dem Weg von Kopenhagen nach Amsterdam die ostfriesische Halbinsel überquert. Der Flug SAS 1550 nähert sich in Gegenrichtung in diesen Sekunden mit fast zwei Stunden Verspätung der Ems, und wenig später kann ich den Kondensstreifen vom Fenster sehen. Jetzt weiß ich, dass mir vor dem Bildschirm nicht nur eine Simulation vorgespielt wird.

Eine verkehsarme Gegend

Für den Flug WZZMT von Riga nach London ist es inzwischen schon zu dunkel. Im Süden passiert jetzt ein Airbus A 319-111 von Liverpool nach Berlin die Grenze zum Emsland. Vom Dollart nähert sich wieder etwas, eine Embraer ERJ-145EU auf dem Weg von Bristol nach Hamburg. Und so weiter, und so weiter. Dabei ist das hier, wenn ich mir auf dem Flugradar die Übersicht für Deutschland ansehe, eine sehr verkehrsarme Gegend.

Einige Stunden später, mitten in der Nacht, sind nur die Sterne zu sehen. Vor ein paar Minuten muss noch ein Aeroflot-Airbus in Richtung Moskau vorbeigezogen sind.

Mit dem Nachtzug nach Rom, Teil 1

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Im Schlaf nach Rom. Foto: Bianca Mentil/pixabay

Wir probieren im Sommerurlaub den neuen Nachtzug der Österreichischen Bundesbahn ÖBB aus. Vorgestern habe ich die Tickets für die Verbindung von München nach Rom (und zurück) gebucht. Die ÖBB hatte zum letzten Fahrbahnwechsel die Nachtzüge von der Deutschen Bahn AG übernommen, die Linien optimiert (aus ihrer Sicht) und bietet sie jetzt unter dem Titel »Nightjet« an.

Ich habe einige Schlafwagenfahrten hinter mir, mit unterschiedlichen, aber überwiegend positiven Erfahrungen. Man kann zwar in der Regel nicht durchschlafen, weil der Zug Geräusche macht, ruckelt, langsam fährt, an Bahnhöfen hält – aber man ist zumindest besser ausgeruht, als wenn man versucht, im normalen Abteil zu schlafen.  Auf der Strecke von München nach Rom ist der längste Abschnitt ohne Halt mit drei Stunden der zwischen Tarvisio Boscoverde, dem ersten italienischen Bahnhof, und Padova. Continue reading „Mit dem Nachtzug nach Rom, Teil 1“